Feierliche Schlüsselübergabe des neuen Landeslabors Berlin-Brandenburg

Der Neubau des Landeslabors Berlin-Brandenburg (LLBB) ist heute dem Land Berlin als Mieter und dem gemeinsamen Landeslabor der beiden Länder Berlin und Brandenburg als zukünftiger Nutzer übergeben worden. Im Beisein der Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kolat, dem Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Stefan Ludwig, der Vorsitzenden des LLBB-Verwaltungsrates, Staatssekretärin Margit Gottstein, der Direktion des LLBB, Norbert Buchholz, und dem Geschäftsführer der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), Sven Lemiss, fand die feierliche Schlüsselübergabe in Berlin-Adlershof statt. Das neue Landeslabor Berlin-Brandenburg wurde im Rahmen einer Anmietungsvariante erfolgreich realisiert.

Durch eine gemeinsame Optimierung der Abläufe in Hinblick auf den Probebetrieb und die Umzugsphase konnte HOCHTIEF dem LLBB ermöglichen, in sein neues Gebäude vorfristig einzuziehen und eine vorzeitige Nutzereinrichtung vor dem eigentlichen Umzugstermin voranzustellen. Trotz einer Vielzahl von zusätzlichen Änderungsbedarfen, die sich während der Planungsphase und Bauzeit ergeben haben, konnte nicht nur der Terminplan eingehalten bzw. verkürzt werden, sondern auch eine Nutzung ohne zusätzliche Veränderung des vereinbarten Mietzinses realisiert werden. Damit sind nun die Voraussetzungen für den Umzug von rd. 380 Beschäftigten des Landeslabors von Berlin-Mitte, Potsdam und Kleinmachnow an den Wissenschaftsstandort Adlershof im Südosten von Berlin geschaffen worden.

Hierzu der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller: „Der Neubau des Landeslabors Berlin-Brandenburg ist ein Schritt zur Modernisierung der Infrastruktur in der Hauptstadtregion. Ganz besonders freut mich, dass der Zeitplan eingehalten werden konnte und die Einrichtung den neusten Standards entspricht. Das ist für das Renommee der Wissenschaftsstadt Berlin von großer Bedeutung und für die Bürgerinnen und Bürger der beiden Bundesländer auch wichtig. Der neue Standort ist klug gewählt, dort, wo Innovation und Fortschritt beheimatet sind, in Berlin Adlershof."

Stefan Ludwig, Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg,zieht positive Bilanz: „Mit der Verlagerung von Laborinfrastruktur setzen wir den Staatsvertrag konsequent zur Stärkung der beiden Hauptstandorte des LLBB in Berlin und Frankfurt (Oder) um."

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg ist die zentrale gemeinsame Untersuchungseinrichtung der beiden Länder Berlin und Brandenburg. Bereits seit 2009 sind die amtlichen Laborkapazitäten beider Länder auf den Gebieten gesundheitlicher Verbraucherschutz, umweltbezogener Gesundheitsschutz, Arzneimittelwesen, Veterinärwesen, Umweltüberwachung, Landwirtschaft und Geologie unter dem Dach des LLBB vereint. Es unterstützt vornehmlich die Länder Berlin und Brandenburg mit seinen rund 500 Beschäftigten als unabhängige, staatliche und akkreditierte Untersuchungseinrichtung bei der grundgesetzlich verankerten Daseinsfürsorge.

Das LLBB wird am neuen Dienstsitz in Berlin-Adlershof drei seiner insgesamt sechs Standorte zusammenführen. Der Neubau sichert den Betrieb eines modernen Untersuchungsdienstleisters, an einem leistungsstarken Wissenschaftsstandort.

Margit Gottstein, LLBB-Verwaltungsratsvorsitzende und Staatssekretärin für Verbraucherschutz und Antidiskriminierung,zu der Arbeit des LLBB: „Das Landeslabor leistet für den gesundheitlichen Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher in Berlin und Brandenburg unerlässliche Arbeit. Mit dem Neubau kann das Labor nun unter modernsten Bedingungen diesen Aufgaben auch in Zukunft gerecht werden."

Ende 2015 hatte das Land Berlin HOCHTIEF damit beauftragt, ein neues Laborgebäude mit Verwaltung für das LLBB als Nutzer zu errichten und zu betreiben. Der Neubau entsteht nach den Plänen des Architekturbüros kister scheithauer gross aus Köln. Mit einer Bruttogeschossfläche von gut 22.800 Quadratmetern wird er moderne Labore unterschiedlicher Sicherheitsstufen (S1-S3) auf insgesamt 4 Etagen beherbergen. Neben den Laboren stehen auch Büros, eine Bibliothek, Sozial- und Technikbereiche, sowie eine Cafeteria zur Verfügung.

HOCHTIEF hat als Eigentümer und Bauherr mit dem Land Berlin, vertreten durch die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, einen Mietvertrag über 30 Jahre abgeschlossen und wird das Gebäude auch betreiben. Zu den Betriebsleistungen gehören neben dem technischen Facility Management mit Wartung, Inspektion, Instandsetzung und -haltung unter Lebenszyklusansatz, auch das infrastrukturelle Facility Management wie Reinigung, Sicherheitsdienstleistungen und der Betrieb der Cafeteria.

Der Neubau war nötig geworden, weil das bisherige Dienstgebäude des Landeslabors in Berlin-Mitte, Ortsteil Tiergarten, einen erheblichen Sanierungsstau aufweist und nicht mehr den aktuellen Anforderungen an einen modernen Laborbetrieb entspricht. Auf Grundlage von wirtschaftlichen Gesichtspunkten entschied sich das Land Berlin für den Neubau im Rahmen einer langfristigen Anmietung. Die BIM hat im Rahmen ihrer Verantwortung für die bedarfsgerechte und wirtschaftliche Unterbringung von Landesnutzern in enger Zusammenarbeit mit dem LLBB diesen neuen Standort gefunden. Die Auftragserteilung an HOCHTIEF war das Ergebnis eines öffentlichen Vergabeverfahrens, dem sogenannten Wettbewerblichen Dialog, den die BIM durchgeführt hat.

„Der Entscheidung für einen Neubau ging bei uns im Haus eine intensive Prüfung mit der dem LLBB voraus. Wir haben ein Anforderungsprofil aufgestellt und alle Varianten von Sanierung über Erweiterung und Umbau durchgespielt. Der Neubau und die Anmietung durch das Land Berlin war die wirtschaftlich zweckmäßigste Variante und gibt dem LLBB den Raum, seine Aufgaben zukunftsorientiert wahrzunehmen. Wir freuen uns, dass wir durch die sehr gute Zusammenarbeit unseren Beitrag für diese Zukunft leisten können", äußert sich Sven Lemiss, Geschäftsführer der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH,zur Fertigstellung des Neubaus.

„Am Beispiel des neuen Landeslabors Berlin-Brandenburg zeigt sich eindrucksvoll, wie gut ÖPP-Projekte funktionieren. Die öffentliche Hand und die private Wirtschaft haben eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Dadurch, dass nach der Fertigstellung des Baus auch Betrieb und Erhaltung in einer Hand liegen, ist eine dauerhaft optimale Nutzung für die Mitarbeiter gewährleistet", so Nikolaus von Matuschka, Mitglied des Vorstandes HOCHTIEF Aktiengesellschaft.

Pressekontakte:
LLBB: Dr. Mike Neumann, Tel.: +49 (0)30 39784-558, oeffentlichkeitsarbeit@landeslabor-bbb.de
BIM: Johanna Steinke, Tel.: +49 (0)30 90 166-1683, johanna.steinke@bim-berlin.de
Hochtief PPP Solutions: Gerald Hauke, Tel.: +49 (0)201 824-1449, gerald.hauke@hochtief.de
Senatskanzlei Berlin: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin, Tel.: +49 (0)30 9026-2411, presse-information@senatskanzlei.berlin.de
MdJEV: Dr. Uwe Krink, Tel.: +49 (0)331 866 3003, uwe.krink@mdjev.brandenburg.de

Foto :  Offizielle Schlüsselübergabe mit Senatorin Dilek Kolat und Vertreter*innen von Hochtief und Landeslabor Berlin-Brandenburg.
Copyright: Hochtief PPP Solutions GmbH/Jochen Zick

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