Konzept- und Bieterverfahren

Auf dieser Seite finden Sie alle aktuellen und geplanten Konzept- und Bieterverfahren für landeseigene Immobilien. Unser Immobilienportfolio umfasst bebaute und unbebaute Grundstücke, Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie gemischt genutzte Liegenschaften in ganz Berlin. 

Im Rahmen einer transparenten und verantwortungsvollen Liegenschaftspolitik vergeben wir diese Immobilien in der Regel nicht durch Verkauf, sondern setzen vorrangig auf Erbbaurechte. Die Vergabe erfolgt überwiegend im Rahmen von Konzeptverfahren, bei denen die Qualität und Nutzung im Sinne der Berliner Stadtenwicklung im Mittelpunkt stehen. In bestimmten Fällen wenden wir auch Bieterverfahren an. 

Darüber hinaus führen wir für ausgewählte Immobilien Interessenbekundungsverfahren durch, um frühzeitig einen Eindruck von der Marktlage und dem Interesse potenzieller Nutzer:innen zu gewinnen.

Blick über die Berliner Innenstadt mit der Kuppel der Alten Stadthalle im Vordergrund und dem Roten Rathaus rechts im Bild.

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Interessen­bekundungsverfahren

Das Interessenbekundungsverfahren dient der frühzeitigen Markterkundung. Es ist ein formloses und offenes Instrument, mit dem wir das Entwicklungspotenzial einer Liegenschaft sowie das Interesse möglicher Nutzer:innen besser einschätzen können. Ziel ist es, eine fundierte Basis für die Vorbereitung eines strukturierten Vergabeverfahrens zu schaffen.

Im Vordergrund stehen dabei Interessent:innen mit tragfähigen, wirtschaftlich durchdachten und innovativen Konzepten. Oft ist das Interessenbekundungsverfahren der erste Schritt in der Entwicklung einer Immobilie – und kann zugleich zur Definition der Kriterien für ein späteres Konzeptverfahren beitragen.

Interessenbekundungsverfahren­ für gemeinnützige soziale Träger

Das Land Berlin vergibt im Rahmen von Interessebekundungsverfahren Erbbaurechte an landeseigenen, ungenutzten Einfamilienhausgrundstücken an gemeinnützige soziale Träger. Auf diesem Wege soll den Grundstücken eine gemeinwohlorientierte Nutzung zugeführt werden und eine langfristige, gemeindenahe Versorgung von Menschen mit Unterstützungsbedarf, etwa durch betreute Wohnformen, ambulante Angebote oder Beratungsleistungen erreicht werden.

Konzeptverfahren

Konzeptverfahren bieten die Chance, standortgerechte und innovative Nutzungsideen zu verwirklichen. Im Mittelpunkt stehen dabei gemeinwohlorientierte Vorhaben – zum Beispiel bezahlbarer, bedarfsgerechter Wohnraum, soziale Projekte für benachteiligte Bevölkerungsgruppen sowie vielfältige kulturelle oder gewerbliche Nutzungen mit öffentlichem Mehrwert.

Bei der Vergabe von Erbbaurechten im Rahmen dieser Verfahren zählt nicht der Höchstpreis, sondern die Qualität des Nutzungskonzepts. Die Auswahl erfolgt anhand klar definierter Kriterien, die nicht auf maximale wirtschaftliche Verwertung, sondern auf eine sozialgerechte und nachhaltige Stadtentwicklung abzielen.

Bieterverfahren

Beim Bieterverfahren steht der Marktwert im Mittelpunkt: Der Preis für eine Immobilie wird nicht festgelegt, sondern ergibt sich aus den eingereichten Angeboten der Interessent:innen. Den Zuschlag erhält in der Regel das höchste Gebot – vorausgesetzt, die Zahlungsfähigkeit der Bieterin oder des Bieters ist nachgewiesen.

Grundstücke, die im Bieterverfahren vergeben werden, veröffentlichen wir mindestens acht Wochen lang über Berliner Tageszeitungen und Online-Plattformen. Während dieser Zeit haben Interessent:innen die Möglichkeit, sich mithilfe eines Exposés und bei Besichtigungen vor Ort ein umfassendes Bild von der Immobilie zu machen. Innerhalb der Gebotsfrist können verbindliche Angebote abgegeben werden. Gehen mehrere Angebote ein, können entweder direkte Verhandlungen aufgenommen oder – bei identischen Höchstgeboten – eine zweite Bieterrunde eröffnet werden. Bis zur notariellen Beurkundung bleiben alle Gebote unverbindlich.

Grundlage für den Abschluss ist stets die Wirtschaftlichkeit für das Land Berlin. Das bedeutet: Der erzielte Preis muss mindestens dem aktuellen Verkehrswert entsprechen. Liegt ein Angebot geringfügig darunter, erhalten Bieter:innen in der Regel die Möglichkeit zur Nachbesserung.

Erbbaurecht für gewerbliche Zwecke

Berlin wächst – und mit dem Wachstum steigt die Nachfrage nach geeigneten Gewerbeflächen. Angesichts begrenzter Flächen und steigender Immobilienpreise gewinnen landeseigene Grundstücke zunehmend an Bedeutung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der kurzfristige Verkauf, sondern die nachhaltige Stärkung und Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Berlin. 

Für Unternehmen des produzierenden oder verarbeitenden Gewerbes sowie für produktionsorientierte Dienstleister bietet das Land Berlin Gewerbeflächen im Rahmen von Erbbaurechten an. Diese werden in der Regel für einen Zeitraum von 39 bis maximal 65 Jahren eingeräumt. 

Der Erbbauberechtigte errichtet und nutzt das Gebäude entsprechend der vertraglich festgelegten Nutzung und zahlt dafür einen jährlichen Erbbauzins, der sich am Verkehrswert des Grundstücks orientiert. 

Das Erbbaurecht bietet unter anderem Vorteile wie Eigentum an der errichteten Immobilie, geringeren Kapitalbedarf, Finanzierungsmöglichkeiten über Grundpfandrechte sowie steuerliche Effekte.

Unsere Verfahren im Überblick

Konzeptverfahren

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  • Bevorstehend

    Redwitzgang, 12487 Berlin

    Im Ortsteil Johannisthal im Bezirk Treptow-Köpenick wird ein rund 2.247 m² großes Grundstück im Erbbaurecht vergeben. Ziel ist die Entwicklung eines nichtgewinnorientierten, selbstverwalteten oder selbstgenutzten Wohnprojekts mit Fokus auf sozialer Mischung. Das Grundstück liegt in ruhiger Wohnlage mit sehr guter Verkehrsanbindung und optimaler Nahversorgung. In der Umgebung finden sich Grünflächen, Einkaufsmöglichkeiten und vielfältige Freizeitangebote.

  • Laufend

    Waldowallee 42, 10318 Berlin

    Für das 4.170 m² große Grundstück an der Verlängerten Waldowallee 42 soll im Rahmen eines Konzeptverfahrens ein Erbbaurecht vergeben werden. Mit seinen vier historischen Gebäuden bietet das Grundstück großes Potenzial für eine denkmalgerechte Revitalisierung. 

  • Laufend

    Sophienstraße 29, 10317 Berlin

    Bewerbungsfrist abgelaufen!

    Das zentrumsnahe Grundstück Sophienstraße 29 (5.209 m²) verbindet urbanes Wohnen mit sozialer Infrastruktur. Rummelsburg überzeugt durch Spree-Nähe, Grünflächen wie den Tierpark, Cafés, Schulen und Spielplätze in Laufweite. Optimale ÖPNV-Anbindung sorgt für schnelle Verbindungen. 

  • Laufend

    Massower Straße, 10315 Berlin

    Bewerbungsfrist abgelaufen!

    Ein ca. 543 m² großes Grundstück wird im Konzeptverfahren für ein Erbbaurecht vergeben. Ziel ist familiengerechtes Wohnen in lebendiger Kiezlage mit exzellenter ÖPNV-Anbindung und Infrastruktur. Das Grundstück nahe dem Tierpark Berlin überzeugt durch urbanes Umfeld, Grünflächen und gewachsene Nachbarschaft.

  • Laufend

    Alt-Friedrichsfelde, 10315 Berlin

    Bewerbungsfrist abgelaufen! 

    Ziel ist es, das rund 1.295 m² große Grundstück durch Wohnungsbaugenossenschaften, soziale Träger oder einen Zusammenschluss dieser Akteure baulich zu entwickeln, um dauerhaft ein nicht gewinnorientiertes, selbstverwaltetes und/oder selbstgenutztes Wohnangebot mit dem Schwerpunkt auf sozialer Durchmischung zu schaffen. Geplant ist die Vergabe eines Erbbaurechts auf Basis des Konzeptverfahrens. Der Zuschlag erfolgt an das wirtschaftlichste wertbare Angebot aus Konzept und Erbbauzins.

  • Laufend

    Erich-Lodemann-Straße vor 79

    Bewerbungsfrist abgelaufen! 

    Für das ca. 3.532 m² große Grundstück soll ein besonderer Wohnstandort mit vielfältigem Wohnungsangebot und einer Kindertagesstätte mit mindestens 80 Plätzen entstehen. Geplant ist die Vergabe eines Erbbaurechts auf Basis des Konzeptverfahrens. Der Zuschlag erfolgt an das wirtschaftlichste wertbare Angebot aus Konzept und Erbbauzins.

Bieterverfahren

1
  • Laufend

    Pariser Straße 55, 12623 Berlin

    Das Erholungsgrundstück in Mahlsdorf (454 m²) liegt direkt am Kaulsdorfer See und vereint beste Erreichbarkeit mit naturnaher Idylle. Trotz der Kreuzungslage öffnet sich gegenüber eine grüne, ruhige Landschaft – perfekt für Sommerfeeling. Hier lässt sich mit Gestaltungsfreiheit (keine kleingärtnerischen Vorgaben) ein individueller Rückzugsort schaffen: ob Grillabende, Pool oder Holzbungalow. Ideal für alle, die ihren Sommer flexibel und naturnah genießen möchten.

Abgeschlossene Vergabeverfahren

6
  • Abgeschlossen

    Robert-Uhrig-Straße, 10315 Berlin

    Im Jahr 2020 wurde für das 723 m² große Grundstück in Lichtenberg ein Konzeptverfahren durchgeführt. Den Zuschlag erhielt die Genossenschaft GENIUS Wohnbau e. G., die dort derzeit ein inklusives Wohnprojekt realisiert. Geplant ist eine Kombination aus betreutem Wohnen, Lernangeboten und geförderten Mietwohnungen.

  • Abgeschlossen

    Strandbad Tegel, 13505 Berlin

    Für das ca. 31.000 m² große Strandbadgrundstück in Reinickendorf führte die BIM in Geschäftsbesorgung für die Berliner Bäderbetriebe im Jahr 2019 ein Konzeptverfahren durch. Dieses wurde auf der Grundlage eines vorangegangenen Interessenbekundungsverfahren, welches die Marktlage überprüfte, durchgeführt. 2021 konnte das Strandbad als Strandbad Tegelsee – Zentrum für Kultur und Erholung vom Verein „Neue Nachbarschaft/Moabit e.V.“ wiedereröffnet werden. Ziel des Konzeptverfahrens war die Beibehaltung des saisonalen Badebetriebes mit ergänzenden Nutzungen. Der Erbbaurechtsvertrag wurde für die Dauer von 40 Jahren geschlossen.

  • Abgeschlossen

    Werlseestraße 12, 12587 Berlin

    Für das 898 m² große Grundstück in Treptow-Köpenick wurde 2021 ein Konzeptverfahren durchgeführt. Hieraus ging die GSP eG Genossenschaft selbstverwalteter Projekte als Bestbieterin hervor. Auf dem Grundstück wird in den nächsten Jahren ein Wohnprojekt realisiert, dessen Schwerpunkt auf einer sozialen Mischung und förderfähigem Wohnraum liegt.

  • Abgeschlossen

    Bölschestraße 119, 12587 Berlin

    Für das ca. 790 m² große Grundstück in Treptow-Köpenick wurde 2019 ein Konzeptverfahren durchgeführt. Hieraus ging die gemeinsam grün leben GbR als Bestbieterin hervor. In den vergangenen Jahren ist auf dem Grundstück ein Wohnprojekt entstanden, das nicht nur förderfähigen Wohnraum schafft und zur sozialen Durchmischung beiträgt, sondern mit einem Treffpunkt im Erdgeschoss auch einen lebendigen Ort für den Kiez bietet.

  • Abgeschlossen

    Haeckelstraße 5, 12487 Berlin

    Für das ca. 588 m² große Grundstück in Treptow-Köpenick wurde 2019 ein Konzeptverfahren durchgeführt. Hieraus ging die Haeck 5 GbR als Bestbieterin hervor. Im Sinne einer sozialen Durchmischung wird förderfähiger Wohnraum geschaffen sowie eine lebendige Wohnkultur u. a. durch einen Gemeinschaftsgarten mit Sitz- und Spielflächen gefördert.

  • Abgeschlossen

    Schöneberger Linse, 10829 Berlin

    Auf dem Areal „Schöneberger Linse“ zwischen Sachsendamm, Gotenstraße, Ella-Barowsky-Str. und Hedwig-Dohm-Straße wurden 2016 vier Parzellen mit einer gesamten Größe von rund 4.100 m² im Konzeptverfahren ausgeschrieben und an einen sozialen Träger, eine Genossenschaft und zwei Baugruppen vergeben. Auf diese Weise wurden im Umfeld des Bahnhofs Berlin-Südkreuz eine Quartiersentwicklung mit einer sozialen und funktionalen Mischung, spezifischen Wohnungs- und Betreuungsangeboten sowie einer abgestimmten, ergänzenden EG-Nutzung für die Quartiersöffentlichkeit realisiert.