BIM vergibt FM-Aufträge über rund 49 Mio. EUR für zwölf Liegenschaften

Außenansicht des Bürogebäudes Keibelstraße 36 in Berlin. In dem Gebäude befinden sich unter anderem Büros der BIM.

In vier Losen hat die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) facilitäre Leistungen für zwölf Liegenschaften des allgemeinen Bestandes vergeben, darunter Senatsverwaltungen, Finanzämter, Bezirksverwaltungen, weitere Bildungseinrichtungen sowie einige gewerbliche Mieter und Standorte des Landeskriminalamts (LKA). Im Los 1 mit einem Auftragswert von rund 16 Mio. EUR konnte sich der bisherige Dienstleister RGM Facility Management GmbH (jetzt Apleona Nordost GmbH) durchsetzen. Zu den zu bewirtschaftenden Liegenschaften gehört u. a. das Gesundheitszentrum Moabit in der Turmstraße 21 mit ca. 82.000 m² Grundstücksfläche und einer Gebäudefläche (NRF) von ca. 85.000 m². Das Objekt zeichnet sich durch eine große Mietervielfalt aus. Neben der klassischen Verwaltungsnutzung (z. B. Landesamt für Gesundheit und Soziales) befinden sich hier auch zahlreiche gemeinnützige Einrichtungen wie die Caritas. Auch die Berliner Rechtsmedizin hat hier ihren Sitz. Die Liegenschaft befindet sich seit 2004 im Bestand der BIM.

In Los 2 ist u. a. mit dem Bildungs- und Verwaltungsstandort Alt-Friedrichsfelde 60 eine weitere Großliegenschaft der BIM angesiedelt. Auf einer Gebäudefläche (NRF) von fast 98.000 m² und einer Grundstücksfläche von knapp 104.000 m² befindet sich gemeinsam mit dem Bezirksamt Lichtenberg auch die Hochschule für Wirtschaft und Recht auf dem Gelände. Der Dienstsitz der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Am Köllnischen Park 3 sowie die Brückenstraße 6 befinden sich in Los 3. Das Vertragsvolumen für Los 2 und 3 beträgt insgesamt rund 25 Mio. EUR. Die Aufträge für beide Lose erhielt die ALEX Facility Management und Service GmbH.

Den Zuschlag für Los 4 mit einem Auftragsvolumen von rund 8 Mio. Euro erhielt die Apleona Nordost GmbH. Dieser Auftrag beinhaltet die facilitären Leistungen für die sensiblen Standorte des LKA, die immer einer besonders intensiven Prüfung unterzogen werden. Dazu zählen u. a. das Gebäude am Tempelhofer Damm 12 (NRF rd. 68.000 m²) mit einem sehr hohen Technisierungsgrad sowie der Sitz der Polizeipräsidentin in Berlin am Platz der Luftbrücke 6.

Jelena Ebner, BIM-Geschäftsleitung im Bereich Immobilienbewirtschaftung: „Vergaben stellen uns als Immobiliendienstleisterin des Landes Berlin im Vorfeld stets vor die Herausforderung, die beste Leistung für unsere Kund:innen mit den bestmöglichen Dienstleistern zu vergeben und dabei die Kosten im Blick zu haben. Wir freuen uns, langjährige Dienstleister wieder als Partner an unserer Seite zu wissen. Denn gerade bei sensiblen Nutzern wie dem Landeskriminalamt stellen wir besonders hohe Anforderungen an unsere Auftragnehmer."

Die Dienstleister sind nun beauftragt, Bewirtschaftungsleistungen für die Liegenschaften zur übergreifenden und technischen Betriebsführung zu erbringen. Diese gliedern sich im Wesentlichen in die Betriebsführung im Facility Management (u. a. Objektmanagement, Dokumentation und Berichtswesen, IT-gestützte Dienstleistungen, Mängelmanagement/Gewährleistungsverfolgung), sowie die Leistungen des technischen Gebäudemanagements. Dazu zählen Betriebsführung/Objektbetrieb, Instandsetzung, Baumkontrolle und operative Leistungen. Für die Lose 1 bis 3 wurden zusätzlich infrastrukturelle Leistungen (Reinigung, Sicherheit und Grünpflege) ausgeschrieben.

Der Regelbetrieb für alle vier Lose beginnt am 01.02.2024 und läuft fünf Jahre zzgl. einer zweimaligen Verlängerungsoption von jeweils sechs Monaten. Die Implementierungsphase ist bereits zum 01.11.2023 gestartet.

Zum Vergabeverfahren 

Bei der Vergabe der FM-Aufträge handelte es sich um ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Dieser diente der Erstqualifizierung und der Feststellung der grundsätzlichen Eignung. Anschließend erfolgte die erste Angebotsrunde. Die Bieter konnten für alle vier Lose ein Angebot abgeben. Den Zuschlag konnten sie jedoch nur für maximal drei Lose erhalten. In den Verhandlungsgesprächen wurden die eingereichten Angebote und Konzepte zusammen mit den jeweiligen Bietern diskutiert. Die Angebote aus der ersten Runde waren noch nicht verbindlich und konnten von den Bietern in der finalen Angebotsphase unter Berücksichtigung der Inhalte der Verhandlungsgespräche überarbeitet werden. Das finale Angebot ging schließlich in die Bewertung ein, aus der sich eine Rangfolge in den jeweiligen Losen ergab. Das Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb dauerte vom Projektstart bis zur Beauftragung etwa 16 Monate.

Alle Pressemitteilungen

Weitere News