Nichtoffener, einphasiger Realisierungswettbewerb nach RPW für Architekten

Projekt "Museums- und Kreativquartier am Köllnischen Park, Teilprojekt Umbau und Herrichtung Marinehaus"

Auslober

Land Berlin (SILB Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin), vertreten durch die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Keibelstraße 36, in 10178 Berlin

Ansprechpartner zum Verfahren:
Leif-Holden Dimitriadis, Jurist im Einkauf, Tel. 90 166 1696, einkauf@bim-berlin.de

Wettbewerbsbetreuer

UmbauStadt GbR
Eisleber Str. 6
10789 Berlin

Ansprechpartner zum Verfahren:
Herr Emge, Tel. 8916706, marinehaus@umbaustadt.de

Verfahren

Nichtoffener, einphasiger Realisierungswettbewerb für Architekten nach RPW 2013 mit anschließendem Verhandlungsverfahren nach §§ 78 ff. VgV

Aufgabe

Das Gesamtprojekt „Museums- und Kreativquartier am Köllnischen Park“ beinhaltet die Neukonzeptionierung und Sanierung des Märkischen Museums sowie den Umbau zur Herrichtung des Marinehauses und ist Teil der Zukunftsstrategie von Paul Spies für das Stadtmuseum Berlin. Es wird aus Mitteln des Bundes, des Landes Berlin und der DKLB-Stiftung finanziert.

Durch die Verbindung des traditionsreichen Märkischen Museums mit dem benachbarten Marinehaus soll ein lebendiges Museums- und Kreativquartier in am Köllnischen Park in Berlin entstehen. Im Marinehaus soll dabei ein Ort entstehen für Menschen, die kreativ und produktiv sind, die die Möglichkeit haben, zu forschen oder sich zu vertiefen und ihre Arbeitsergebnisse vorzustellen, ein Ort der Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Profession und Disziplin. Hier soll Partizipation in unterschiedlichsten Formen und Formaten gelebt werden.

Gegenstand des Planungswettbewerbs ist die Herrichtung des ehemaligen Saalbaus des Marinehauses  Am Köllnischen Park 4 in 10179 Berlin. Dieser steht seit mehr als 20 Jahren leer u. befindet sich in einem entsprechend schlechten baulichen Zustand. Eine anlagentechnische Infrastruktur ist nicht mehr vorhanden. Das Gebäude soll baulich und anlagentechnisch hergerichtet werden. Neben Produktions- und Präsentationsflächen sollen Flächen für die Vermittlungsarbeit des Stadtmuseums und Veranstaltungsbereiche entstehen, ebenso Gastronomie.

Verbindliche Grundlage für die Planung und Umsetzung des Projektes ist ein von der zukünftigen Nutzerin (Stiftung Stadtmuseum Berlin) erarbeitetes und seitens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen geprüftes Bedarfsprogramm. Das darin enthaltene Raumprogramm mit 4.654m² Nutzfläche (NF) ist zu realisieren. Die Gesamtbaukosten werden auf Grundlage des geprüften Bedarfsprogrammes festgelegt.

Es wird nach einem effizienten, flexiblen und kostenbewussten Konzept gesucht, das sich einer dem Bestandsbau und dem angestrebten Werkstattcharakter angemessenen Architektursprache und Konstruktionsweise bedient. Insbesondere ist ein Konzept zum Umgang mit den vorhandenen Einbauten zu entwickeln. Aufgrund des sehr schlechten baulichen Zustandes dieser Einbauten und der bereits erfolgten umfangreichen Veränderungen innerhalb der Aufteilung der Geschosse ist hier eine grundsätzlich neue Grundriss- und Geschosskonzeption im Inneren denkbar, sofern diese konstruktiv und baurechtlich realisierbar ist.

Die Grundstücksgröße beträgt 1.670 m². Die BGF des Bestandes beträgt ca. 7.807 m². Die Baukosten der KG 300-400 werden auf brutto ca. 17,6 Mio. Euro geschätzt.

In einem vorgeschalteten Auswahlverfahren sollen anhand der unter III.1) genannten Kriterien 20 Architekturbüros zur Teilnahme ausgewählt werden.

Die Ausloberin wird, unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts mit den ersten drei Preisträger/innen des Planungswettbewerbs in ein Verhandlungsverfahren nach §§ 78 ff VgV treten. Es ist beabsichtigt, alle Leistungsphasen gemäß § 34 Abs. 3 HOAI stufenweise zu beauftragen, sofern die bindenden Vorgaben eingehalten werden.

Die Ausloberin macht die folgenden bindenden Vorgaben (§ 79 Abs. 4 VgV):

  • die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe muss mit dem Wettbewerbsbeitrag realisiert werden können,
  • es wird eine Baukostenobergrenze für die Kostengruppen 300 und 400 in Höhe von 17.600.000,00 Euro brutto vereinbart
  • das Bedarfsprogramm ist umzusetzen,
  • die nachbarschaftsrechtlichen Regelungen sind zu beachten,
  • die Belange des Denkmalschutzes sind mit dem Entwurfskonzept in Einklang zu bringen

Kostenobergrenze

Die mit Bezug auf das geprüfte Bedarfsprogramm festgelegte Baukostenobergrenze von 17.600.000,00 € brutto wird als verbindliche Beschaffenheitsvereinbarung vertraglich festgehalten – siehe Ziffer 14.1 des unter downloads hinterlegten Vertragesentwurfs.

Preisgericht

Fachpreisrichter/innen (mit Stimmrecht)

Elisabeth Rüthnick, Architektin
(Stellvertreter: Malte Looff, Architekt)

Prof. Hilde Barz-Malfatti, Architektin und Stadtplanerin
(Stellvertreter: Torsten Lockl, Architekt)

Silvia Schellenberg-Thaut, Architektin
(Stellvertreter: Sebastian Thaut)

Stefan Schwirtz, Architekt
(Stellvertreter: Thomas Bochmann, Architekt)

Johannes Löbbert, Architekt
(Stellvertreter: Johan Kramer, Architekt)

Ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichter/innen (vorerst ohne Stimmrecht)

Katrin Brünjes, Architektin
Friedhelm Gülink, Architekt

Sachpreisrichter/innen (mit Stimmrecht)

Klaus Gendner, BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH Geschäftsleitung
(Stellvertreter: Sven Lemiss)

Paul Spies, Vorstand und Direktor des Stadtmuseums Berlin
(Stellvertreter: Marcus Kieper)

Dr. Konrad Schmidt Werthern, Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Leitung Abteilung Kultur
(Stellvertreter: Helge Rehders)

Dr. Kathrin Hahne, BKM Referat K 25, Denkmalschutz und Baukultur
(Stellvertreter: Herr Dr. Lindner)

sachverständige Berater/innen und Gäste (ohne Stimmrecht)

Kostenexpertise: 
DU Diederichs Projektmanagement AG & Co. KG

Denkmalschutz:  
Petra Bergström / BA Mitte, Fachbereich Denkmalschutz
Sybille Haseley / Landesdenkmalamt Berlin, Bau- und Kunstdenkmalpflege

Brandschutz:  
N.N.

Bauaufsicht:  
Kais-Uwe Karge, Senatsverwaltung für Stadtenwicklung und Wohnung, Oberste Bauaufsicht

Technisch/wirtschaftliche Prüfung: 
Uwe Dechène, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ZMH 2
(Stellvertreterin: Monika Büchler)

SenKultEuropa:  
Dr. Christine Regus (Leiterin des Referats KC)
Christine Feuerhake (Teamleitung im Referat KC 1)
Irmgard Rolke (Referat KC 1)
Finn Weuthen (Referat KA3)

BIM GmbH:  
Lydia Rößiger (Baumanagement)
Leif-Holden Dimitriadis (Einkauf)

Gäste
Architektenkammer Berlin: Peter Kever, Referent Wettbewerbe und Vergabe
Chinesische Botschaft (Nachbar): Herr Siqi Ding
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR): N.N, N.N.

Termine

02.07.2018, 10:00 Uhr:          Abgabe des Bewerberbogens im Büro UmbauStadt Gbr, Eisleber Str. 6, 10789 Berlin.

vrs. 09.07.2018                      Versand der Unterlagen (Zweite Stufe des Planungswettbewerbes)

vrs. 01.08.2018                      Rückfragekolloquim

vrs. 27.09.2018                      Abgabe der Wettbewerbsarbeiten im Büro UmbauStadt Gbr, Eisleber Str. 6, 10789 Berlin.

vrs. 14.11.2018                      Preisgerichtssitzung

vrs. 22.11.2018                      Preisverleihung

vrs. 01.12.2018                      Aufforderung zur Angebotserstellung und Einladung zu den Verhandlungsterminen

Wettbewerbssumme

Es wird eine Wettbewerbssumme in Höhe von insgesamt 140.000 € netto bereitgestellt, diese setzt sich aus Aufwandsentschädigungen und Preisgeldern und Anerkennungen zusammen.