Transparente Liegenschaftspolitik

Mit dem Konzept der „Transparenten Liegenschaftspolitik“ hat Berlin umfassende Leitlinien für den Umgang mit landeseigenen Immobilien definiert. Ziel ist eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik, die neben fiskalischen vor allem auch wirtschafts-, wohnungs-, kultur- und stadtentwicklungspolitische Schwerpunkte setzt. Bei der Umsetzung spielt die BIM eine wesentliche Rolle.

Unsere Aufgabe ist die technische Steuerung (Clusterung) des kompletten Immobilienvermögens des Landes Berlin. Mit Blick auf den künftigen Bedarf der Bezirke und Hauptverwaltungen werden hierbei Grundstücke identifiziert, die perspektivisch für die öffentliche Daseinsvorsorge vorgesehen sind und solche, die durch uns privatisiert werden können.

Was heißt das im Detail?
Rund 30.000 landeseigene Immobilien werden von uns untersucht, um sie nach Zukunftsperspektiven bewerten und zum Verbleib im Landesvermögen oder zur Vermarktung einordnen zu können. Die Unterteilung erfolgt in vier Cluster:

  • Grundstücke des Fachvermögens, die bei den jeweiligen Fachverwaltungen und Bezirken verbleiben, da sie für die Erfüllung der hoheitlichen Aufgaben des Landes „betriebsnotwendig“ sind, bspw. für Betrieb einer Kita;
  • Grundstücke zur Daseinsvorsorge durch das Land, die als Vorsorgeflächen gehalten werden sollen, bspw. wenn die demografische Entwicklung künftigen Kitabedarf ausweist;
  • Grundstücke mit Verkaufsperspektive, die im Wege von Bieterverfahren oder durch Direktvergaben vergeben werden;
  • Grundstücke mit Entwicklungsperspektive, die mit Hilfe konzeptorientierter Entwicklungsverfahren vermarktet werden; für diese Grundstücke besteht ein öffentliches Interesse bezüglich der künftigen Nutzung, das Land möchte die Eigentümerfunktion jedoch nicht selbst ausüben, sondern lediglich die künftige Nutzung mitbestimmen.

Über die Clusterung entscheidet der Portfolioausschuss. Dieser setzt sich zusammen aus Vertretern der Senatsverwaltungen für Finanzen, für Stadtentwicklung und für Wirtschaft sowie der Senatskanzlei, des jeweiligen Belegenheitsbezirkes sowie des jeweiligen Fachvermögensträgers. In Fällen, in denen die Einigung auf eine Perspektive nicht gelingen sollte, entscheidet der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses über die Kategorisierung des entsprechenden Grundstücks. 

Was ist der Vorteil für das Land Berlin?
Mit der Portfolioanalyse erhält Berlin erstmals einen vollständigen qualifizierten und strukturierten Gesamtüberblick über das Landesvermögen. Anhand dessen können strategische Entscheidungen getroffen werden, um die Zielsetzung der nachhaltigen Stadtentwicklungspolitik umzusetzen. Berlin kann somit verstärkt Einfluss auf die künftige Nutzung nehmen und mitgestalten.

Was haben unsere Kunden davon?
Im Ergebnis des Cluster-Prozesses steht ein abgestimmtes Verkaufsportfolio. Genehmigungsverfahren werden verkürzt. Investoren erhalten mehr Planungssicherheit.

Partner für bezahlbares Wohnen

Berlin zieht an. Seit Jahren, unentwegt. Wegen des internationalen Flairs, der Kreativszene und wegen des Gefühls, dass in Berlin irgendwie mehr passiert als anderswo. Auf allen Ebenen und zu jeder Zeit. Immer mehr Menschen wollen hier leben und arbeiten. Und deshalb braucht es neue Wohnungen. Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, die mit dem Liegenschaftsfonds Berlin im März 2015 fusionierte, hat sich auf diese Entwicklung vorbereitet und den städtischen Wohnungsbaugesellschaften seit 2013 bebaute und unbebaute Grundstücke aus ihrem Gesamtportfolio bereitgestellt.

So konnten bis zum ersten Quartal dieses Jahres bereits 50 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von mehr als 200.000 m² an die Wohnungsbaugesellschaften direkt vergeben werden. Diese befinden sich in den Bezirken Pankow, Mitte, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg, Treptow-Köpenick, Lichtenberg, Friedrichshain-Kreuzberg, Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf. Mehr als 30 weitere Grundstücke sind für eine Vergabe an die Wohnungsbaugesellschaften vorgesehen. Vor diesem Hintergrund leistet die BIM einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung preiswerten Wohnraums.

Die Objekte, die die BIM an die Wohnungsbaugesellschaften übergeben hat, finden Sie durch Pins markiert auf der Karte.

Karte