Nachhaltige Stadtentwicklungspolitik im Fokus

Mit dem Konzept zur „Transparenten Liegenschaftspolitik“ hat das Land Berlin umfangreiche Leitlinien zum künftigen Umgang mit landeseigenen Grundstücken auf den Weg gebracht.

Im Fokus steht nun eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik mit langfristig strategischer Ausrichtung. Es geht nicht mehr primär um den Verkauf an den Meistbietenden, sondern um die Weiterentwicklung von Grundstücken und Gebäuden, die das Land oder einzelne Bezirke so nicht mehr brauchen.

Kernziele dieser Politik sind nicht nur fiskalische Interessen. Der künftige Bedarf des Landes steht im Vordergrund, z. B. wenn aufgrund der demografischen Entwicklung mehr Kitas oder Schulen benötigt werden. Auch kulturelle oder soziale Nutzungskonzepte sowie wirtschafts- und umweltpolitische Interessen berücksichtigt die Berliner Liegenschaftspolitik. Zu diesem Zweck führt die BIM beispielsweise transparente Konzeptverfahren und Direktvergaben durch oder setzt auf die verstärkte Vermarktung per Erbbaurecht.

Berlin kann somit verstärkt Einfluss auf die künftige Nutzung nehmen und mitgestalten. Der BIM kommt in diesem Prozess eine entscheidende Rolle als Moderator und Berater des Prozesses zu. 2016 wurden rund 5.600 landeseigene Objekte untersucht, um sie nach Zukunftsperspektiven bewerten und zum Verbleib im Landesvermögen oder zur Vermarktung einordnen zu können. Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite Clusterung.

Auf dem Berliner Liegenschaftskongress, den die BIM gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Finanzen 2017 zum ersten Mal veranstaltete, diskutierten prominente Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die vielfältigen Herausforderungen der neuen Liegenschaftspolitik.