Verfahren Wernersee von der Vergabekammer eingestellt

Im Zusammenhang mit dem Verfahren um das ehemalige Freibad Wernersee und den Tennisplatz im Stadtteil Berlin-Kaulsdorf hat die Vergabekammer gestern eine Entscheidung getroffen. Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hatte das Verfahren im Juli mangels zuschlagsfähiger Angebote aufgehoben. Zu diesem Zeitpunkt gab es in dem Konzeptverfahren nur noch einen Bieter, welcher aus formalen Gründen ausgeschlossen werden musste. Kurz darauf hatte dieser bei der Vergabekammer einen Antrag auf ein Nachprüfungsverfahren gestellt und nun - kurze Zeit später - den Antrag zurückgezogen. Daraufhin konnte das Verfahren gestern von der Vergabekammer offiziell eingestellt werden.

Das Grundstück verbleibt im Besitz der BBB Infrastruktur GmbH & Co KG und des Landes Berlin. Es soll dauerhaft einer sozialgerechten Nutzung zugeführt werden.

Über das ehemalige Wernerbad

Das ehemalige Wernerbad musste aufgrund fehlender genehmigungsrechtlicher Voraussetzungen im Jahr 2003 endgültig geschlossen werden. Das Abgeordnetenhaus hatte daraufhin beschlossen, die Liegenschaft mit Sonderwohnformen weiter zu entwickeln.

In einem mehrstufigen Konzeptverfahren hatte die BIM nach einem Investor für das Grundstück gesucht. Gesucht wurde ein Käufer, der speziell für Menschen mit Demenzerkrankungen ein Wohnprojekt realisiert und dabei durch Nutzungskombinationen auch die Kiezöffentlichkeit einbindet, Wohnmöglichkeiten für Angehörige schafft und eine Tagespflege oder Kindertagesstätte integriert.

Auch nach Aufhebung des Verfahrens sieht die Planung weiterhin vor, ein Wohnprojekt für Menschen mit Demenzerkrankung zu realisieren

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