Neues Konzept für Marinehaus am Köllnischen Park

Das seit mehr als 20 Jahren leer stehende Marinehaus am Köllnischen Park 4 in Mitte soll zu neuem Leben erweckt werden. Zu diesem Zweck initiierte die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) einen Architektenwettbewerb, dessen Gewinner nun gekürt wurde.

Der Siegerentwurf des Architekturbüros ADEPT aus Kopenhagen entwickelt das Gebäude als Haus-im-Haus-Prinzip: „Wir sind sehr stolz und glücklich, Teil der Entwicklung dieses einzigartigen Gebäudes und der städtebaulichen Entwicklung an diesem besonderen Ort mitten in Berlin zu sein. Der Entwurf bietet beides: Eine neue und flexible Struktur, die Raum für gemeinschaftliche, kulturelle Nutzungen bietet, und den Erhalt des historisch wertvollen Gebäudes auf unterschiedlichen Ebenen, wodurch die neue Nutzung wie selbstverständlich in den Stadtraum integriert wird“, so Partner Martin Krogh von ADEPT.

Insgesamt beteiligten sich 14 Architekturbüros an dem Wettbewerb, mit dem die BIM in vielerlei Hinsicht neue Wege beschritt – unter anderem mit verbindlichen Vorgaben hinsichtlich Denkmalschutz und Kostenobergrenze. „Das daraus resultierende Ergebnis freut uns sehr. Wir sehen uns hier gerade hinsichtlich der in das Wettbewerbsverfahren eng eingebundenen Baukostenkontrolle in hohem Maße bestätigt“, so Klaus Gendner, Mitglied der Geschäftsleitung der BIM.

Die Herrichtung des über 7.800 Quadratmeter großen Marinehauses ist Teil des Gesamtprojekts „Museums- und Kreativquartier am Köllnischen Park“, das auch die Neukonzeptionierung und Sanierung des Märkischen Museums vorsieht und Teil der Zukunftsstrategie von Paul Spies für das Stadtmuseum Berlin ist.

Der Direktor zeigt sich erfreut über das Ergebnis des Wettbewerbs: „Mit dem herausragenden Entwurfskonzept des Wettbewerbsgewinners, ADEPT aus Kopenhagen, bekommt Berlin einen neuen, spannenden und offenen Raum für alle Menschen, die sich mit ihren Ideen in das Berliner Leben einbringen wollen. Das Märkische Museum und das benachbarte Marinehaus werden künftig eine Einheit bilden und das Herzstück eines neuen Museums- und Kreativquartiers am Köllnischen Park sein. Das Marinehaus erweitert dabei die Angebote des Märkischen Museums: als Aktivitätenzentrum werden hier neue öffentlichkeitswirksame Formate entstehen, bei denen Partizipation das zentrale Leitmotiv ist. Als  Begegnungsort  bringt das Stadtmuseum Berlin im Marinehaus Stadtakteure und Communities zusammen. Mit einem Marinehaus, das als Stadtlabor funktionieren soll, stellt sich das Stadtmuseum Berlin als Analyst und Katalysator der Stadtidentität auf und wird ein wichtiger Ansprechpartner für die Themen und Debatten der urbanen Gesellschaft sein.“

Nach derzeitigem Planungsstand sollen die Bauarbeiten im Marinehaus Ende 2022 beginnen und rund 3 Jahre dauern. Die Planungen zur Sanierung und Modernisierung des Märkischen Museums werden parallel dazu laufen. Auch hier ist der Baubeginn für 2022 vorgesehen. Das Museum wird für die geplante Bauzeit schließen. Die Kosten für das gesamte Bauprojekt liegen bei 65 Millionen Euro und werden aus Mitteln des Bundes, des Landes Berlin und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.

Alle Beiträge können vom 16. bis 21. November 2018 im Hoffmann-Saal des Märkischen Museums besichtigt werden. Die Eröffnung findet am 16. November 2018 um 16 Uhr statt.  Das Preisgericht setzte sich neben den Fachpreisrichtern aus Vertretern der BIM, der Stiftung Stadtmuseum Berlin, der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zusammen.

Foto: ADEPT

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