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Mehr Fläche für die Daseinsvorsorge: BIM präsentiert aktuelle Kennzahlen zur Flächenentwicklung Berlins

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) kann erneut auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr zurückblicken. Der Gesamtumsatz aller Vermögen lag bei rund 1,2 Mrd. Euro. Das Bauvolumen wurde mit 232 Mio. Euro zur Abrechnung gebracht und weist eine Steigerung von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf. 1.100 Bauprojekte werden parallel gesteuert. Im Bereich Energie- und Umweltmanagement wurden mit den aktuellen energe-tischen Maßnahmen 6.678 t CO2 eingespart. Mit den elf 2021 installierten Photovoltaik-Anlagen kommt die BIM auf ein Volumen von 151 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 15,3 MWp.

Die Flächenbedarfe des Landes waren auch 2021 ein wichtiger Bestandteil der Liegenschaftspolitik. Davon zeugen auch die Ankäufe durch die BIM sowie deren Tochtergesellschaft BBF Bodenfonds GmbH (BFF) mit einer Gesamtsumme von 26,3 Mio. Euro und einem Flächenzuwachs von 125.268 Quadratmetern. Diese Entwicklung spiegelt sich im Detail in der Grundstücksfläche im Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin (SILB plus 0,4 Prozent), im Sondervermögen für Daseinsvorsorge- und nicht betriebsnotwendige Bestandsgrundstücke des Landes Berlin (SODA plus 2,8 Prozent) und bei der BFF (plus 125,7 Prozent) wider.

Barbro Dreher, Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Finanzen und Aufsichtsratsvorsitzende der BIM: „Die Berliner Liegenschaftspolitik ist ein Schlüssel für die soziale und ökologische Umgestaltung der Stadt. Die BIM leistet dazu einen unverzichtbaren Beitrag. Bei den Investitionen in den Bestand konnte sie nach einem starken Vorjahr noch einmal deutlich zulegen. Und mit ihren strategischen Ankäufen konnte sie Flächen sichern, die Berlin für die öffentliche Daseinsvorsorge dringend benötigt. Diese Leistungen verdienen Anerkennung, gerade angesichts steigender Baukosten und Immobilienpreise. Die BIM ist auf Kurs – und das nützt der Stadt.“

„Zu den strategischen Ankäufen zählen auch Ausgleichsflächen, die wir insbesondere bei Neubaumaßnahmen wie unseren Modulbauten für die Berliner Feuerwehr benötigen. Daher haben wir 2021 auch durch BIM-eigene Konzepte wie Berlins erstes eigenes Ökokonto weitere Maßnahmen ergriffen, um Projekte schneller auf den Weg zu bringen. Ziel des ersten naturschutzrechtlichen Ökokontos auf dem Gelände der ehemaligen Bezirksgärtnerei im Diedersdorfer Weg 5-11 in Tempelhof-Schöneberg ist es, renaturierte Flächen als Ausgleich für landeseigene Baumaßnahmen in Berlin zu schaffen, bei denen beispielsweise Sträucher, Gehölz und Wiesen weichen müssen und der Boden versiegelt wird. Gleichzeitig soll ein Guthaben für zukünftige Projekte aufgebaut werden“, erklärt Sven Lemiss, Geschäftsführer der BIM.

Birgit Möhring, Geschäftsführerin der BIM: „Die Flächenpolitik des Landes und folglich der Auftrag der BIM sind auch im Koalitionsvertrag 2021-2026     zwi-schen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke verankert. Grundsätzlich werden weiterhin keine landeseigenen Flächen mehr veräußert. Festgeschrieben ist zudem, dass 25 Prozent der Flächen per Erbbaurecht an Genossenschaften gehen, um den geplanten Bau von Wohnungen zu     sichern. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Weiterentwicklung der Konzeptverfahren als Instrument der öffentlichen Hand zur Vergabe von Grundstücken an private Institutionen oder Unternehmen per Erbbaurecht. Hier führen wir derzeit Workshops mit Vertreter:innen von Baugenossenschaften sowie des Runden Tisch Liegenschaftspolitik, der Zivilgesellschaft und weiteren Fachexpert:innen durch, um in der zweiten Jahreshälfte mit den neuen Ausschreibungen zu beginnen.“