Feierliche Eröffnung der „Werkstatt Haus der Statistik“

Mit der feierlichen Eröffnung der „Werkstatt Haus der Statistik" am 7.9.2018 fällt heute auch der Startschuss für ein 4-monatiges integriertes Werkstattverfahren. Sowohl für den Kooperations- als auch den Planungsprozess haben die Kooperationspartner neuartige, z.T. experimentelle Methoden verabredet.

Vor rund einem Jahr wurde das 32.000 m² große Areal des ehemaligen ‚Haus der Statistik‘ zwischen Otto-Braun-Straße, Karl-Marx-Allee und Mollstraße in Landeseigentum überführt. Künftig soll es als Ort für Verwaltung, ein neues Rathaus für Mitte sowie Kultur, Bildung, Soziales und Wohnen dienen und als solcher Modellcharakter erhalten. Zu diesem Zweck hat sich in diesem Jahr eine Kooperation aus BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Bezirk Mitte, ZUsammenKUNFT Berlin eG (ZKB eG) und Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH (WBM) gegründet, um die Nutzungen sowohl für die Bestandsgebäude als auch die Neubaupotenziale in einer gemeinsamen Projektentwicklung zu planen. Im ehemaligen Fahrrad Flöckner eröffnet heute ab 12.00 Uhr die „Werkstatt Haus der Statistik". In den nächsten vier Monaten werden in einem kooperativen Planungsverfahren sowie damit verknüpften öffentlichen Workshops Konzepte für ergänzende Neubauten und Umnutzungen des Gebäudeensembles entwickelt.

Die Partner haben den Anspruch, neue Kooperationen und eine breite Mitwirkung der Stadtgesellschaft sicher zu stellen. Zu diesem Zweck wurde ein konsequent auf Dialog und Mitwirkung ausgerichtetes Werkstattverfahren entwickelt, das auf zwei Ebenen geführt wird. Die Entwicklung des städtebaulichen Konzepts wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen koordiniert. Die Ebene der Mitwirkung steht unter Federführung der ZUsammenKUNFT Berlin eG und sieht alle Stufen der Partizipation vor. Ein Gutachtergremium mit sieben Fachgutachtern sowie fünf Sachgutachtern und zwei Vertreter*innen der Stadtgesellschaft entscheidet im Laufe des Planungsprozesses über Zwischenergebnisse und am Ende über das möglichst konsensual erarbeitete städtebauliche Konzept, das Grundlage eines zügig anschließenden B-Plan-Verfahrens sein wird.

Statements der Kooperationspartner:

Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat Mitte: „Es ist ein Glücksfall, dass sich dieser spannende Ort mit einem ‚Rathaus der Zukunft‘ für den Bezirk Mitte verbindet."

Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Das Haus der Statistik ist nicht nur ein besonderer Ort im Herzen Berlins, sondern auch ein gutes Beispiel, wie kooperative Stadtentwicklung gelingen kann. Ich freue mich, dass wir in Werkstattverfahren und anderen Formaten gemeinsam unterschiedliche Ideen und Herangehensweisen der Partner, sowie die Wünsche und Anregungen der Stadtgesellschaft aufgreifen und realisieren. Gemeinsam arbeiten wir daran, die Vision Wirklichkeit werden zu lassen."

Sven Lemiss, Geschäftsführer BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH: „Als BIM haben wir die Aufgabe, die wachsende Stadt mitzugestalten und Grundstücke nachhaltig zu entwickeln. Diese Veränderung birgt große Chancen für Berlin. Wir wollen Treiber dieser Chancen sein. Um dabei gesellschaftliche Partizipation möglich zu machen, setzen wir zunehmend auch auf Werkstattverfahren."

Jan Robert Kowalewski, Geschäftsführer WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH: „Das ehemalige ‚Haus der Statistik‘ markiert den städtebaulichen Übergang vom urbanen Alexanderplatz zu den Wohngebieten um die Karl-Marx-Allee. Wir haben die Chance, hier einen neuen Typus Heimat für die Berliner Stadtgesellschaft zu entwickeln. Mit Teilhabe und konstruktiver Diskussion sowie der Bündelung von Kompetenzen, Erfahrungen und Synergieeffekten kann ein einmaliges Quartier im Herzen Berlins entstehen. Es bietet Freiraum für Wohnen, Arbeiten, Verwaltung, Kultur und Soziales. Als Ergebnis des nun anstehenden Wettbewerbsverfahrens wünschen wir uns einen zukunftsfähigen Ort der Begegnung und der Vielfalt."

Christian Schöningh, Mitglied des Vorstands der ZKB eG: „Die ‚gemeinsame Verantwortung‘ der Kooperationspartner für die Entwicklung des Areals ist der Schlüssel, um dem Anspruch gerecht zu werden, das Areal Haus der Statistik mittels modellhafter neuer Kooperationen und einer breiten Mitwirkung der Stadtgesellschaft insgesamt zu einem solidarischen, nachhaltigen und weltoffenen Ort zu machen."

Die fünf Kooperationspartner mit der neu unterschriebenen Kooperationsvereinbarung (v.l.:Christina Geib, Geschäftsführerin WBM; Harry Sachs, Zentrum für Kunst und Urbanistik; Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat Mitte; Sven Lemiss, Geschäftsführer BIM GmbH; Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen; Jan Robert Kowalewski, Geschäftsführer WBM & Christian Schöningh, Mitglied des Vorstands ZKB eG

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