Erster Ankauf des Berliner Bodenfonds: Fröbelstraße 15 für die Stadt erworben

Die im Jahr 2020 neu gegründete BBF Berliner Bodenfonds GmbH (BBF), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), hat ihren ersten Grundstücksankauf für das Land Berlin abgeschlossen. Die Fröbelstraße 15 im Prenzlauer Berg (Bezirk Pankow) konnte für eine zukünftige Verwaltungs- und Kulturnutzung von der Vivantes GmbH erworben werden, die die Liegenschaft selbst nicht mehr benötigt. Der Besitzübergang erfolgte zu Beginn des neuen Jahres. 

Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz: „Die Grundstücksvorsorge ist von herausragender Bedeutung. Denn Berlin wird als Bundeshauptstadt sowie Bildungs-, Gesundheits- und Wirtschaftsstandort langfristig nur lebenswert bleiben, wenn wir frühzeitig Entwicklungsoptionen absichern. Genau das haben wir uns mit der Gründung der BBF Berliner Bodenfonds GmbH zur Aufgabe gemacht. Mit dem strategischen Aufbau eines kleinen Flächenvorrates tragen wir dafür Sorge, dass auch künftig sozial gerechte und ökonomisch wie ökologisch kluge Lösungen möglich sind.“

BIM-Geschäftsführerin Birgit Möhring, neben Sven Lemiss zugleich Geschäftsführerin des BBF, ergänzt: „Der Ankauf der Fröbelstraße 15 zeigt exemplarisch das strategische und verantwortungsvolle Vorgehen und die Abkehr vom Verkauf nicht betriebsnotwendiger Grundstücke auf. Der Erwerb und die anschließenden Projektentwicklungsmaßnahmen für Kultur- und Verwaltungszwecke stellen im Vergleich zu einer Anmietung auf dem Markt die wirtschaftlich nachhaltigste Variante dar. Wir freuen uns sehr, dass der BBF mit der Realisierung dieses Projektes erfolgreich gestartet ist.“ 

Das Grundstücksareal Fröbelstraße 15 mit einer Gesamtgröße von 25.578 m² ist in der Gründerzeit 1886/87 als damals größtes Berliner Obdachlosenasyl errichtet und ab 1940 einer kommunalen Krankenhausnutzung zugeführt worden. Die Liegenschaft wird jedoch seit Langem schon nicht mehr als Krankenhaus genutzt. In verkehrstechnisch sehr guter Innenstadtlage bildet das Areal ein stadtbildprägendes Gesamtdenkmal für die zukünftige Erfüllung landes- und sozialpolitischer Ziele. Die erworbenen Flächen können einen Beitrag dazu leisten, den akuten Flächenbedarf für die Verwaltung und darüber hinaus für kulturelle und soziale Zwecke zu decken. Das Areal bietet zudem ein zusätzliches Neubaupotential, welches sowohl für den Wohnungsbau durch eine städtische Wohnungsbaugesellschaft als auch für die Errichtung einer Modularen Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) genutzt wird. In direkter Nachbarschaft ist bereits das Bezirksamt Pankow in der Fröbelstraße 17 untergebracht, das aktuell von der BIM grundlegend saniert wird.

Der Kaufpreis für die Fröbelstraße 15 entspricht dem Verkehrswert der Liegenschaft. Im aktuellen Doppelhaushalt ist für Ankäufe des BBF insgesamt eine Kapitalsumme von 290 Mio. Euro vorgesehen.

Bereits im Februar 2021 ist der Abschluss des zweiten Kaufvertrags des BBF geplant. Die Liegenschaft Brabanter Straße 12 (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf) wird durch den Bodenfonds für Bedarfe des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) erworben.

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