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Die BIM schafft zukunftsweisende Flächen für die Berliner Verwaltung

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hat ihr Geschäftsjahr 2020 erfolgreich abgeschlossen. Neben der Bilanz steht auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz das Konzept für den steigenden Flächenbedarf innerhalb der Berliner Verwaltung im Fokus.

Staatssekretärin Vera Junker, Vorsitzende im Aufsichtsrat der BIM, erläutert einleitend: „Die BIM trägt seit 2001 die Verantwortung für viele verschiedene Aufgaben rund um die Immobilien des Landes Berlin. Im letzten Jahr wurden beispielsweise rund 900 Baumaßnahmen und ein Auftragsvolumen von 363 Mio. Euro gesteuert. Über 150 Vorgänge zur Entwicklung der landeseigenen Liegenschaften werden aktuell bearbeitet und heben die Potenziale dieser Stadt. Daneben stehen Ankäufe und ausgeübte Vorkaufsrechte für die Schaffung von neuem, dem Gemeinwohl verpflichteten Raum. In Bezug auf die Bilanz 2020 lässt sich sagen, dass die BIM trotz der Corona-Pandemie auf ein erfolgreiches Jahr zurückblickt“.

Birgit Möhring, Geschäftsführerin der BIM, zieht auf der Jahrespressekonferenz auch Bilanz zu den Vergabeverfahren rund um die landeseigenen Immobilien: „Insgesamt wurden 2020 zehn laufende Verfahren mit einer Gesamtfläche von 18.691 m² bearbeitet. Dazu zählen u. a. ein Erbbaurechtsvertrag für das Strandbad Tegel, drei veröffentlichte Konzeptverfahren und das Interessenbekundungsverfahren für das Stadtbad Steglitz. Für das Stadtbad konnten im ersten Schritt vier Interessenten*innen mit Ideen gefunden werden. Hier planen wir derzeit ein Konzeptverfahren für 2021 und hoffen auf eine spannende Zukunft für das alte Stadtbad.“

Mit einem Bilanzwert von 3,43 Milliarden Euro und 1.597 Gebäuden bildet das Sondervermögen des Landes Berlin (SILB) den umfangreichsten Bestand im Portfolio der BIM. Hier vereinen sich alle Immobilien, die vom Land Berlin u. a. für seine öffentliche Verwaltung, Kultur, Polizei, Feuerwehr, Gerichten oder berufsbildenden Schulen genutzt werden. Trotz der Größe sind die wachsenden Flächenbedarfe eine große Herausforderung für die BIM. „Wir brauchen eine gesamtstädtische und nachhaltige Strategie. Ziel dieser Strategie muss es sein, die Verwaltung vorwiegend im landeseigenen Immobilienbestand unterzubringen. Wir mieten heute noch immer rund 600.000 m² außerhalb der landeseigenen Flächen an“, erläutert Sven Lemiss, Geschäftsführer der BIM, die aktuelle Situation.

Passend dazu ging ein Pilotprojekt zur Neugestaltung und Optimierung von Verwaltungsflächen im letzten Herbst in seine erste Phase. Sven Lemiss ergänzt dazu: „In der Klosterstraße 71 in Mitte testen wir ein neues Büroflächenkonzept. Das Projekt mit dem Namen Flexible Arbeitsorte (FAO) ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer besseren Flächen- und Ressourceneffizienz öffentlicher Immobilien. Nach einer dreijährigen Testphase wollen wir dieses Modell flächendeckend in ganz Berlin für die Berliner Verwaltungen anbieten.“

Über FAO
Der Umbau der knapp 5.000 m² großen Fläche in der Klosterstraße 71 startete im Juni 2020 direkt nach dem Auszug des Vormieters. Bereits im November 2020 konnten die ersten FAO-Nutzer*innen einziehen. Ihnen stehen mindestens 200 feste Arbeits- und 79 Schulungsplätze sowie 34 Arbeitsplatz-möglichkeiten auf fünf Etagen zur Verfügung. Alle Etagen sind ans Landesnetz und ein eigenes WLAN angeschlossen. Derzeit ist die FAO-Fläche zu 100 Prozent vermietet. Teile der Senatsverwaltung für Finanzen, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie des Gesundheitsamtes Fried-richshain-Kreuzberg gehören zu den Mietern der Pilotflächen in City-Lage. Im Juli 2021 wird ein Bu-chungstool eingeführt, dass es den Nutzern*innen ermöglicht, Räume digital anzumieten. Perspekti-visch soll dies bald auch für weitere Verwaltungen bald möglich sein. Langfristig plant die BIM ein städteweites FAO-Netzwerk, um dem Flächenmangel in den Berliner Ver-waltungen entgegenzuwirken. Die Testphase ist bis Ende 2023 geplant.

(Sprecher auf dem Foto v.l.n.r.: BIM Geschäftsführer Sven Lemiss, Staatsekretärin Vera Junker und Pressesprecherin der BIM Johanna Steinke)