BIM sucht Nutzungskonzept für eine der letzten landeseigenen Freiflächen in Mitte

Wohnen und Kultur gewünscht. Start des Konzeptverfahrens für ein noch unbebautes Grundstück in zentraler Lage.

Seit heute sucht die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH nach einem Erbbauberechtigten für das Grundstück Ackerstraße 28. Die Berliner Mischung aus Kultur, Geschäften und Wohnen in der sogenannten Rosenthaler Vorstadt soll sich auch in der zukünftigen Bebauung der 657 Quadratmeter großen Freifläche widerspiegeln. Daher werden durch das Verfahren vor allem Konzepte von Genossenschaften, Kulturvereinen und Künstlergemeinschaften gesucht, die Wohnen und Kultur am Standort miteinander vereinen.

„Mit dem Konzeptverfahren zur Ackerstraße 28 starten wir eines der Letzten dieser Art in Berlin-Mitte. Den Erbbauberechtigten erwartet ein Grundstück, das mit seiner Lage und Anbindung in Berlin inzwischen Seltenheitswert hat. Entsprechend wichtig sind uns nachhaltige Vorgaben, die die Stadtentwicklung positiv beeinflussen“, schildert Birgit Möhring, Geschäftsführerin der BIM, die städtebauliche Situation. 

Bezirksstadtrat Ephraim Gothe ergänzt: „Ich freue mich, dass wir am Eingang in die Rosenthaler Vorstadt in einem Konzeptverfahren nach einer dauerhaften und qualitätvollen Nutzung suchen, bei der die zu entrichtende Pacht nur eine untergeordnete Rolle spielt.“

Architektonisch soll das zu errichtende Gebäude die Spezifika und Maßstäbe der Nachbargebäude aufnehmen und nicht höher als fünf Vollgeschosse sein. Für das Nutzungskonzept ist ein bezahlbares Angebot an Räumen für künstlerische Produktionen und kulturelle Bedarfe festgelegt, die zudem auch integrative Wohnkonzepte wie beispielsweise Clusterwohnungen verknüpfen. Sogenannte Clusterwohnungen sind eine Mischung aus Wohngemeinschaften und Kleinwohnungen, in denen jede/r Bewohner*in ein eigenes Zimmer hat. Jedes Zimmer verfügt dementsprechend über ein Bad und eine Kochnische.

Die Angebotsfrist des Konzeptverfahrens zur Ackerstraße 28 endet am 11. Mai 2021 um 9:30 Uhr. Bevor eine Fachjury über den passenden Vorschlag entscheidet, erhalten die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, ihre Ideen in einem Kolloquium vorzustellen.

Weitere Informationen zum Konzeptverfahren finden Sie hier.

Über Konzeptverfahren in Berlin

Beim Konzeptverfahren handelt es sich um ein Wettbewerbsverfahren. Sie sind ein Instrument der öffentlichen Hand zur Vergabe von Grundstücken an private Institutionen oder Personen und werden in Berlin derzeit im Wege des Erbbaurechts vergeben. Die Qualität des eingereichten Konzepts, im Regelfall zusammengesetzt aus Bebauungskonzept, Nutzungskonzept und ökologischem Konzept, steht im Vordergrund. Der Erbbauzins spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, fließt aber in die Bewertung mit ein. Möglich ist auch die Ausschreibung zu einem festgelegten Erbbauzins, der in der Regel gutachterlich ermittelt und für die Dauer des Konzeptverfahrens festgeschrieben wird; in diesem Fall zählt allein das eingereichte Konzept.

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