BIM fällt Entscheidung zur Schöneberger Linse

Im Konzeptverfahren zur Schöneberger Linse ist die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH der Empfehlung der Fachjury gefolgt und will das letzte Baugrundstück an die Schwulenberatung Berlin gGmbH verkaufen.

Insgesamt vier Grundstücke standen auf dem Gelände nahe des S-Bahnhofs Südkreuz zur Veräußerung im Konzeptverfahren. Eine Entscheidung stand bisher noch aus. Eine Fachjury aus Vertretern verschiedener Verwaltungen und des Bezirks Tempelhof-Schöneberg hatte die eingereichten Konzepte bewertet und sich für das Projekt der Schwulenberatung entschieden. Überzeugend waren neben der vielfältigen sozialen Nutzungskomponente auch die hohe städtebauliche und architektonische Qualität des Konzeptes. An der Ecke Gotenstraße / Hedwig-Dohm-Straße könnte somit bald ein Gebäudekomplex mit 69 Wohneinheiten, davon 22 als Sozialwohnungen geplant, einer Kita, Beratungs- und Betreuungsangeboten für Lesben, Schwule, trans- und intersexuelle Menschen und vielfältigen kiezbezogenen Angeboten entstehen.

„Ich freue mich über das Ergebnis des Konzeptverfahrens. Das Gebiet kann sich wie beabsichtigt zu einem stabilen Quartier mit sozialer Mischung und Angebotsvielfalt entwickeln. Auch wir haben in den letzten Monaten einige Erfahrungen gewonnen. In Zukunft werden Konzeptverfahren durch geringere Anforderungen an Architektur und Städtebau verschlankt und Grundstücke mit Baurecht nur noch als Erbbaurechte vergeben“, erklärt Birgit Möhring, Geschäftsführerin der BIM. Auch die anderen Grundstücke sind an selbstnutzende Baugruppen und eine junge Genossenschaft gegangen, die dort zusätzlich Sozialwohnungen errichten werden. Sie haben sich im Verfahren zu einer selbstverwalteten und nicht-gewinnorientierten Nutzung verpflichtet und sind somit keine Kapitalanleger.

Wenn das Abgeordnetenhaus und der Berliner Senat allen Entscheidungen zustimmen, können die Bauvorhaben auf dem Gelände der Schöneberger Linse ab dem Jahr 2020 umgesetzt werden.

Artikel teilen