BIM dementiert Aussagen der „Grüne Mitte“ Hellersdorf eG

In einem offenen Brief an die Senatskanzlei und Senatorin Lompscher beschwert die „Grüne Mitte" sich über den Verkehrswert für Neubau. Dabei hatte sie wichtige Details in den Gesprächen mit der BIM GmbH nicht erwähnt.

Vor 12 Jahren hat die „Grüne Mitte" Hellersdorf eG ein Grundstück in der Michendorfer Straße 6 vom Land Berlin erworben. Zur Auswahl standen damals zwei Varianten: Der Kauf mit einer Nutzungsbindung der Flächen als Grünfläche und der Kauf ohne Nutzungsbindung. Die „Grüne Mitte" hatte sich für die Nutzungsbindung entschieden und damit unter 50€ pro m² gezahlt. Im Herbst letzten Jahres sucht die Genossenschaft dann den Kontakt zur BIM. In einem Schreiben möchte die „Grüne Mitte" wissen, was eine Aufhebung der Nutzungsbindung derzeit kosten würde. Auf Nachfrage wird der BIM mitgeteilt, dass man hier Hausgärten plant. Daraufhin bietet die BIM zwei Varianten an, zum einen die Anpassung der Nutzungsbindung für Hausgärten oder die komplette Aufhebung.

„Wenn wir die Nutzungsbindung komplett aufheben, dann orientiert sich der Preis am Verkehrswert, damit an der Marktentwicklung in Berlin und der Wertsteigerung des Grundstücks, wenn es von einer Grünfläche zu Bauland wird. Wir haben natürlich andere Möglichkeiten für die Berechnung, wenn mindestens 30 % der dort entstehenden Wohnungen im Sinne des sozialen Wohnungsbaus mit einer Mietpreisdeckelung auf gegenwärtig 6,50 € pro Quadratmeter versehen werden. Bislang hat die „Grüne Mitte" uns gegenüber jedoch weder angezeigt, dass man dort Wohnungen bauen wolle, noch dass im genannten Umfang Sozialwohnungen entstehen sollen. Wir sind offen für diese Gespräche, wenn man auf uns zugeht", kommentiert Birgit Möhring, Geschäftsführerin der BIM, die Vorwürfe der Genossenschaft, die BIM würde sozialen Neubau nicht fördern.

Artikel teilen