Energie sparen

Energetische Maßnahmen sind ein wichtiger und notwendiger Bestandteil innerhalb der Gebäudebewirtschaftung. Deshalb sorgt das Team Energie- und Umweltmanagement bei der BIM dafür, das Energiesparpotenzial im Gebäudebestand der BIM zu erkennen und voll auszuschöpfen. Die Maßnahmen reichen dabei vom Einsatz von LED-Beleuchtung bis zur Erneuerung von Heizungsanlagen. Auch regenerative Energien wie etwa Solaranlagen werden berücksichtigt.

Zentrales Ziel der energetischen Maßnahmen ist der effiziente Energieeinsatz in allen Gebäuden und Anlagen der BIM. Kosten und Energieverbrauch zu senken und gleichzeitig den Komfort für die Mieter*innen aufrechtzuerhalten, sind dabei stets der Anspruch. Ziel ist es, die CO2-Emissionen nachhaltig zu senken. Dafür werden im Team Energie- und Umweltmanagement unterschiedlicher Methoden und Werkzeuge verwendet.

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Nahaufnahme einer LED-Technologie

LED-Technologie

13 Gebäude und drei Außenanlagen des SILB erstrahlen ab 2014 in neuem, energiesparendem Licht. So rüstet die BIM die Innenbeleuchtung in 13 Gebäuden von Polizei und Feuerwehr, Oberstufenzentren und kulturellen Einrichtungen auf modernste LED-Technologie um, darunter das Herrenhaus der Domäne Dahlem.

Dadurch wird der Stromverbrauch über alle Objekte um 590 MWh pro Jahr gesenkt. Diese Reduzierung wird zum einen bereits durch den Austausch der Leuchten erreicht und zum anderen durch den zusätzlichen Einsatz von Regelungssystemen wie Tageslicht- und Präsenzsteuerung. Die Betriebskosten sinken für die betreffenden Gebäude so um jährlich 124.000 €, die CO2-Emissionen voraussichtlich um 338 Tonnen pro Jahr. Das Förderprojekt wird bei einer Gesamtinvestition von 1,15 Mio. € mit 458.000 € aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des BMU unterstützt. Dies entspricht einer Förderquote von 40 %.

In einem zweiten Förderprojekt werden zusätzlich die Außenanlagen von zwei Polizeiliegenschaften und einem Oberstufenzentrum auf LED umgerüstet. Der Stromverbrauch in allen drei Objekten wird so um jährlich 70 MWh gesenkt, das bedeutet eine Einsparung bei den Betriebskosten von insgesamt 14.000 € pro Jahr. Hinsichtlich der Auswirkungen auf den Klimaschutz wird eine Senkung der CO2-Emission von 41 Tonnen pro Jahr prognostiziert. Bei einer Gesamtinvestition von 116.000 € werden Fördermittel von 23.000 € aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des BMU bereitgestellt. Dies entspricht einer Förderquote von 20 %. Der Projektträger Jülich betreut das Förderprogramm im Auftrag des BMU. Beide Projekte wurden im Jahr 2014 geplant und umgesetzt.


Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Bei unserer Arbeit im Bereich des Energiemanagements stützen wir uns auf das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz. Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) regelt die Nutzung erneuerbarer Energien in Gebäuden. Für Neubauten gilt demnach, dass ein Teil ihres Wärme- und Kältebedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden muss. Auch in allen öffentlichen Gebäuden, die grundlegend renoviert werden, muss die Wärme- und Kälteversorgung anteilig auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Dies gilt sowohl für Gebäude, die im Eigentum der öffentlichen Hand stehen, als auch für Gebäude, die die öffentliche Hand ab dem 1. Mai 2011 anmietet. Welche erneuerbare(n) Energie(n) genutzt werden soll(en), kann der/die Eigentümer*in gemäß den im EEWärmeG möglichen Alternativen auswählen. Wichtig ist, dass ein festgelegter Prozentsatz der benötigten Wärme bzw. Kälte mit der jeweiligen Energie erzeugt wird. Der Prozentsatz ist abhängig von der Form der Energieerzeugung. Wer keine erneuerbaren Energien nutzen kann bzw. möchte, darf aus verschiedenen so genannten Ersatzmaßnahmen wählen.

Die BIM GmbH betreibt eine Vielzahl unterschiedlicher Gebäude, die natürlich auch Energieverbrauch verursachen. Im Rahmen des Energiemanagements wird dieser Energieverbrauch ausgewertet und gemäß Berliner Energiewendegesetz jährlich veröffentlicht.

Nicht jedes Objekt hat eine eigene Versorgung und damit einen separaten Wärme- oder Stromverbrauchszähler. In der Übersicht kann daher für einzelne Liegenschaften kein oder nur ein anteiliger Verbrauch ausgewiesen sein. Andere Liegenschaften können zusätzlich den (anteiligen) Wärme- oder Stromverbrauch benachbarter Objekte enthalten.

Zudem wurde in Einzelfällen eine flächenbezogene Aufteilung des abgerechneten Gesamtverbrauchs vorgenommen. Die spezifischen Randbedingungen einzelner Objekte bleiben hierbei unberücksichtigt. Ebenso unberücksichtigt bleiben sonstige temporäre Sondereffekte (wie z.B. die eingeschränkte Nutzung einer Liegenschaft im Zuge einer Sanierung).

Die Verbrauchsdaten entsprechen dem aktuellen Kenntnisstand und können sich in Einzelfällen (z.B. durch nachträgliche Abrechnungskorrekturen der Versorger*innen) noch ändern.

Zum Verbrauchsbericht

Gemäß Berliner Energiewendegesetz (EWG Bln) wird eine umfassende Sanierung der öffentlichen Gebäude des Landes Berlin bis zum Jahr 2050 angestrebt. Die BIM ist verpflichtet, einen Fahrplan für die Sanierung aller Gebäude des SILB ab einer Nettogrundfläche von mehr als 250 Quadratmetern zu erstellen. Ziel ist die Erreichung eines weitestgehend klimaneutralen Gebäudebestandes, d.h. die CO2-Emissionen sollen bis 2050 gegenüber 1990 um mindestens 85% reduziert werden. Dazu müssen umfängliche energetische Sanierungsmaßnahmen in allen Portfolios des SILB durchgeführt werden.

Die Sanierungsfahrplan stellt eine aus heutiger Sicht sinnvolle Reihenfolge dar, auf deren Basis dann in weiteren Schritten gebäude- bzw. liegenschaftsbezogene Sanierungskonzepte erarbeitet, im Anschluss konkrete Planungen vorgenommen und darauf aufbauend die Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Ziel der Sanierungsmaßnahmen ist es, das Klimaneutralitätsziel zu erreichen sowie den vorhandenen Sanierungsstau sukzessive abzubauen.

Zum Sanierungsfahrplan (SILB)