Das im Eigentum der BImA befindliche „Dragonerareal“ im Herzen Kreuzbergs sollte zum Höchstpreis an einen privaten Investor veräußert werden. Initiativen aus der Zivilgesellschaft und engagierte Einzelpersonen setzten sich vehement dafür ein, das Grundstück als innerstädtische Fläche für bezahlbaren Wohnraum und Gewerbe zu sichern. Mit dieser Unterstützung wurde auf Initiative des Landes Berlin im Bundesrat der geplante Verkauf gestoppt.

Das Dragonerareal wird nun gemäß den Regelungen des Hauptstadtfinanzierungsvertrags an das Land Berlin übertragen. Im November 2018 wurde die Grundstücksübertragung beurkundet. Das Grundstück wird in das Sondervermögen Daseinsvorsorge (SODA) übertragen und durch die BIM treuhänderisch verwaltet. Es soll dauerhaft in öffentlichem Eigentum bleiben. Der Nutzerwechsel wurde am 01.07.2019 vollzogen.

Auf dem rd. 47.100 m² umfassenden Areal soll ein Mischgebiet mit überwiegendem Wohnanteil und Gemeinbedarfseinrichtungen, Kultur und Grünflächen entwickelt werden. Mindestens die Hälfte der Bauflächen wird für öffentlich geförderten Wohnungsbau ausgewiesen. Die ansässigen Gewerbebetriebe sollen gesichert und in einen neu zu entwickelnden Gewerbehof integriert werden.

Der anstehende Sanierungsprozess soll im Rahmen eines modellhaften Partizipationsprozesses stattfinden. Es sollen Spielräume für Innovationen beim Planen, Bauen und bei den Organisations- und Kooperationsformen ausgelotet und genutzt werden.

Zu verschiedenen Themen – wie zum Beispiel zur Geschichte des Areals oder zum Thema Gewerbe und Kultur – haben sich daher offene Arbeitsgruppen gebildet, die regelmäßig tagen und auf Werkstätten Zwischenergebnisse präsentierten und diskutieren.

Für das bereits eingeleitete B-Planverfahren 2-48 soll auf der Grundlage eines in 2019 durchzuführenden städtebaulichen Werkstattverfahrens noch in dieser Legislaturperiode mindestens der Status Planreife erzielt werden.

Mehr Informationen rund um den Prozess, den Beteiligten, Veranstaltungen und Fortschritte erfahren Sie hier.

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