Die Verfahren im Überblick

Bei unseren Grundstücksverkäufen nutzen wir verschiedene Verfahren:

  • das Bieterverfahren,
  • das Konzept-/Angebotsverfahren und
  • die Direktvergabe.

Bieterverfahren

Beim Bieterverfahren wird der Preis einer Immobilie nicht vorgegeben, sondern anhand der Kaufangebote der Interessenten ermittelt. Entscheidend für den Verkaufsabschluss sind das höchste Angebot und die nachgewiesene Zahlungsfähigkeit des Kunden.

Grundstücke, die wir im Bieterverfahren anbieten, werden von uns mindestens acht Wochen in Anzeigen der Berliner Tageszeitungen und im Internet inseriert. In dieser Zeit können sich Kaufinteressenten mithilfe des Exposés und bei Vor-Ort-Besichtigungen ein genaues Bild von der Immobilie machen, um bis zum Ende der Gebotsfrist ein erfolgversprechendes Angebot abzugeben.

Sind nach Ablauf der Frist mehrere Angebote eingegangen, können die Verkaufsverhandlungen aufgenommen oder aber bei mehreren Angeboten in gleicher Höhe eine zweite Gebotsrunde eingeläutet werden. Bis der Kaufvertrag beurkundet ist, bleiben die Angebote unverbindlich.

Der Verkauf muss für das Land Berlin wirtschaftlich sein – also mindestens einen Preis erzielen, der dem Verkehrswert entspricht.

Sollten die abgegebenen Angebote geringfügig unter diesem Wert liegen, so erhalten die Kaufinteressenten die Möglichkeit, ihr Angebot noch einmal nachzubessern.

Mehr zum Bieterverfahren finden Sie in unserem Flyer „Das ist es mir wert!“ in unserer Infothek. Unsere aktuellen Angebote im Bieterverfahren finden Sie hier.

Direktvergabe

Falls es im speziellen Interesse des Landes Berlin ist, eine Immobilie an einen bestimmten Käufer zu vergeben, erfolgt dies als Direktvergabe. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn eine Botschaft in einem bestimmten Stadtteil errichtet werden soll oder eine wirtschaftspolitische Entscheidung zur Ansiedlung eines Unternehmens in Berlin getroffen wurde. Die Intention, maximale Einnahmen zu erzielen, steht bei diesem Verfahren hinter anderen, übergeordneten Zielen zurück. Hierbei muss die sogenannte „Stadtrendite“, also der Mehrwert, den sich Berlin unabhängig vom Verkaufserlös von der Immobilienvergabe verspricht, so zum Beispiel die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen, nachgewiesen werden.

Konzeptverfahren-/Angebotsverfahren

Der Verkauf eines Grundstücks, das für den Bezirk oder die Stadt von besonderer Relevanz ist, erfolgt über das sogenannte Konzeptverfahren. Wie der Name schon sagt, ist neben dem Kaufpreis das entscheidende Kriterium die Qualität des Nutzungskonzepts, die kreative Idee, die im Idealfall das Potential hat, die Attraktivität des Standorts zu stärken, ja vielleicht sogar positiv auf den ganzen Bezirk abzustrahlen. Bei den Immobilien, die über dieses Verfahren verkauft werden, handelt es sich ausnahmslos um stark nachgefragte Objekte mit guten Entwicklungsmöglichkeiten für Kunst, Kultur oder soziale Zwecke.Eine auf das Objekt individuell erstellte Entscheidungsmatrix in den Verkaufsunterlagen gibt an, in welchem Verhältnis Kaufpreis, Güte des Konzeptes und Realisierungszeitraum gewichtet werden.

Die aktuellen Angebote im Konzeptverfahren finden Sie hier.