Das Dachfenster ist neu – dadurch sieht die Fortuna auf dem Turm des Alten Stadthauses ganz nah aus. Auf dem Fußboden liegt noch kein Linoleumbelag, nur der rohe Estrich. Die staubigen Fußspuren zeichnen die Arbeits-
wege nach. Die meisten führen zum Besprechungstisch in der Mitte des provisorischen Büros. Hier spricht Marianne Jöhrens mit einem Architekten und einem Polier. Vor ihnen liegen ein Terminplan und der Grundriss des Dachge-
schosses. Mit einem Kugelschreiber zeigt der Architekt an, wo die Wasserleitungen gelegt werden sollen.
Als Baumanagerin der BIM ist Marianne Jöhrens dafür zuständig, dass Termine, Qualitäten und Kosten bei einer geplanten Baumaßnahme eingehalten werden. „Ich besuche meine Baustellen regelmäßig, überprüfe wie die Arbeiten vorangehen und koordiniere die nächsten Schritte“, erklärt die 36-Jährige. Seit dem 1. Dezember 2006 ist sie bei der BIM tätig und im Bereich Baumanagement für knapp zehn Gebäude des Landes Berlin verantwortlich. Das promi-
nenteste darunter ist das Alte Stadthaus in der Klosterstraße 47.
„Das Wichtigste ist die Planung.“
Bis sie den ersten Schritt auf einen abgetrockneten Fußboden setzen kann, geht dem Bauprojekt eine sorgfältige Entwicklungsphase voraus. Dabei geht es nicht nur darum, welche Instandhaltungs-
maßnahmen am dringendsten nötig sind. Auch die Bedürfnisse der Mieter gehen in die Planung von Marianne Jöhrens ein. „Die Senatsverwaltungen, Gerichte und Feuerwehrdienststellen wissen selbst am besten, wie ihre Räumlichkeiten einmal aussehen sollen“, sagt sie. Für den Ausbau des Alten Stadthauses stimmt sie sich mit der hier ansässigen Senatsverwaltung für Inneres und Sport ab. Diese benötigt zusätzliche Büroflächen in dem denkmalgeschützten Gebäude. Deshalb wird das Dachgeschoss ausgebaut.