Hauptverwaltung

Die Gebäude der Berliner Hauptverwaltung bilden das Startportfolio der BIM. Bei ihrer Gründung am 7. Januar 2003 bestand das Portfolio aus 87 Dienstgebäuden mit einer Bruttogrundfläche von 852.000 m². Zu den Hauptverwaltungen zählen beispielsweise Finanzämter und Senatsverwaltungen. Die unterschiedlichsten Gebäudetypen sind in diesem Portfolio vereint. Vom historischen Alten Stadthaus in der Klosterstraße bis zum Plattenbau in Alt-Friedrichsfelde. Die Historie und Eigenheiten der unterschiedlichen Gebäudekomplexe mit einer zeitgemäßen Immobilienbewirtschaftung an einem Punkt zu vereinen, gehört zu den großen Herausforderungen der BIM.

Senatsverwaltung für Finanzen

Das Dienstgebäude der Senatsverwaltung für Finanzen liegt im Bezirk Mitte in der Klosterstraße 59. Seine Hauptfront befindet sich an der Klosterstraße, von dort aus gesehen wird das Gebäude eingerahmt von der Stralauer Straße auf der linken und dem Rolandufer an der Spree auf der rechten Seite. Es handelt sich um eine viergeschossige Blockrandbebauung mit Querflügeln, die beiden Höfe im Blockinneren werden vom Rolandufer her erschlossen.


Das Gebäude wurde von Richard Ermisch als "Städtisches Verwaltungsgebäude C" geplant und nach dem Abriss der Vorgängerbauten von 1937 bis 1939 errichtet. Architektonisch nimmt es Bezug auf das Nachbargebäude und das Alte Stadthaus, in dem heute die Senatsverwaltung für Inneres und Sport sowie das Landesdenkmalamt untergebracht sind. In seiner monumentalen Strenge und in den Details ist es ein typischer Vertreter der offiziellen Architektur der NS-Zeit.

Kriegsschäden, Wiederaufbau und Modernisierung

Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Um 1950 wurde es unter der Leitung von Hermann Streubel wieder aufgebaut und beherbergte nun Diensträume des Ost-Berliner Magistrats, unter anderem des Finanzamts.

Nach der Wiedervereinigung zog die Senatsverwaltung für Finanzen hier ein. Das Gebäude wurde in den 90er Jahren saniert und modernisiert, zusätzliche Büroflächen wurden geschaffen. Außerdem wurde das Dachgeschoss ausgebaut, um weitere Mitarbeiter an diesem zentralen Dienstsitz unterzubringen und auf zusätzliche Gebäude verzichten zu können.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Es verfügt nach dem Flächenausbau über eine Bruttogrundfläche von insgesamt etwa 28.000 Quadratmetern.

Architektur

Die drei Fassaden sind in ihrer horizontalen Abstufung streng und gleichmäßig gegliedert: Auf eine hohe, werksteinverkleidete Sockelzone folgen drei glatt verputzte Obergeschosse mit Fensteröffnungen, ein kräftiges Hauptgesims unter dem Walmdach bildet den Abschluss.

Die vertikale Gliederung ist jedoch unregelmäßig: Gruppen von jeweils drei oder fünf Fensterachsen sind durch hohe Rundbogentore in der Sockelzone, Fenstertüren mit flacher Balkonbrüstung im ersten Obergeschoss sowie durch werksteinverkleidete Brüstungsfelder darüber zusammengefasst. Die unregelmäßige Verteilung solcher betonter Vertikalzonen stellt an jeder der Fassaden einen eigenen Rhythmus her und verleiht dem strengen Bau eine gewisse Eleganz.

An der Klosterstraße führen die fünf Arkadenbögen zum repräsentativen Eingangsbereich, wo Haupttreppenhaus und Paternoster, Wandverkleidungen und Glasfenster aus der Erbauungszeit erhalten sind.

Standort