Ausgabe: 2/2008
In diesem Newsletter berichten wir u. a. vom Geschäftsjahr 2007, auf das wir gern und mit Stolz zurückblicken können. Denn die BIM setzte im Jahr 2007 Bauleistungen im Wert von rund € 40,5 Mio um. Wie wichtig und effektiv die Arbeit eines Systemmanagers ist, wird in dem Porträt über Heiko Kropp deutlich. Zum Geburtstag der dienstältesten Feuerwache Deutschlands gratulierte das Property Management mit einem originellen Geschenk. Was ein digitaler Zollstock vermag, wird im Aufmaßprojekt der BIM deutlich. Energieausweise werden endlich Pflicht und wer an einem Sonntag ins Gericht geht, den erwartet kein Ärger, sondern ein Tag voller Überraschungen. In diesem Sinne: Freude beim Lesen!
Sven Lemiss
Geschäftsführer
Erfolgreiches Geschäftsjahr 2007 für die BIM

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hat inzwischen rund € 204 Mio. vertraglich gesicherte Einsparungen für das Land Berlin gegenüber dem Basisjahr 2002 erzielt. Für das Geschäftsjahr 2007 bedeutete das eine Steigerung um etwa € 23 Mio.
Dieses gute Ergebnis konnte die BIM im Wesentlichen durch die Konzeption und Durchführung von Flächenoptimierungsprojekten erreichen. „Im Übrigen ist der nachhaltige Umgang mit den Immobilien auch an sich ein Gewinn“, sagte der Senator für Finanzen Thilo Sarrazin.
Denn die BIM setzte im Jahr 2007 Bauleistungen im Wert von rund
€ 40,5 Mio. um. Darin enthalten sind Investitionen zum Abbau des Sanierungsstaus der landeseigenen Immobilien von rund € 20,7 Mio., was einer Investition in den Werterhalt der Gebäude in dieser Höhe gleich kommt. Mit den weiteren € 19,8 Mio. richtete die Gesellschaft den Immobilienbestand her und führte Projekte zur Optimierung der Gebäudenutzung durch.
Im Zentrum der geschäftlichen Aktivitäten der BIM standen im Jahr 2007 die Berliner Polizei und Feuerwehrimmobilien. Seit dem
1. Januar 2007 ist die Gesellschaft für die Bewirtschaftung und den baulichen Unterhalt für die ca. 650 Gebäude mit einer sehr spezifischen Nutzung zuständig. „Das damit verbundene Vertrauen in die Kenntnisse und Fähigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist der größte Beweis für unseren Erfolg“, sagte Sven Lemiss, Geschäftsführer der BIM.
cb
Schneller, weiter, besser – mit System

- Heiko Kropp im Schulungsraum der BIM
Ein bisschen ist es wie das Tuning beim Auto, wenn für eine Fachabteilung bei der BIM ein neues System eingeführt wird. „Dieselben Aufgaben können zielgerichteter bearbeitet werden und die Abstimmung mit den anderen Abteilungen bzw. Systemen wird verbessert“, erklärt Heiko Kropp. Systemmanager sind für die systemtechnische Betreuung und Koordination von Projekten auf allen Gebieten der Immobilienbewirtschaftung zuständig. Dadurch werden die Geschäftsprozesse optimiert und die strategische Entscheidungsfindung im Unternehmen unterstützt. Der 34-jährige ist seit Mai 2003 bei der BIM angestellt, seit September 2007 als Teamleiter Systemmanagement.
In erster Linie bedeutet seine Arbeit die Unterstützung für die Fachabteilungen der BIM: So hilft er dem Bereich Personal & Kommunikation, ein Instrument zur Personaldatenverwaltung einzuführen. Das Portfoliomanagement bekam ein System zur Verfügung, um die Flächen- und Raumbelegung für die Gebäude zu planen, und ein Projektcontrolling-Tool erleichtert gleich drei Abteilungen die Arbeit. Dem Baumanagement, Rechnungswesen und Einkauf ermöglicht es die tagesaktuelle Kostenkontrolle. Damit auch der „Otto-Normal-Anwender“ etwas von der Konfiguration, Administration und dem Betrieb eines Systems versteht, erstellt der Diplomkaufmann auch Anleitungen und führt hausinterne Schulungen für seine Kollegen durch.
Doch richtig abgeschlossen ist ein Projekt nie. Regelmäßig kümmert sich der Diplomkaufmann um die Weiterentwicklung der Systeme und Applikationen. Einmal im Jahr steht z. B. die SAP-Systemvermessung an. Dann wird festgestellt, wie viele Mitarbeiter das Programm verwenden und wie intensiv es genutzt wird. Gegebenenfalls werden die Funktionen erweitert und das Lizenzmodell angepasst. „Es geht immer weiter, man kommt nicht zur Ruhe, wenn die BIM immer das optimale Werkzeug zur Hand haben soll“, meint Heiko Kropp und ist schon wieder am Arbeiten.
cb
Deutschlands dienstälteste Feuerwache feierte Geburtstag
Ein Fest mit „Kind und Kegel“
Einen Geburtstag der besonderen Art konnte die Feuerwache Oderberger Straße in Berlin-Prenzlauer Berg begehen. Die im Herbst 1883 in Betrieb genommene Wache wurde 125 Jahre alt und feierte am 5. Juli 2008 mit „Kind und Kegel“ ein Kiezfest. Kinder konnten mit Bobby Cars fahren, Erwachsene lernten, wie man kleinere Brände löscht, wer schwindelfrei war, durfte auf die Drehleiter klettern, und das Feuerwehrorchester spielte.
Untergebracht in einem zeittypischen Backsteingebäude, in dem damals die Pferdebespannten Spritzenwagen bequem ein- und ausfahren konnten, ist es heute für die modernen Löschfahrzeuge nur mit eingezogenen Seitenspiegeln möglich, durch die schmalen Tore zum Einsatz zu starten. Während Vieles in dem denkmalgeschützen Gebäude an früher erinnert, haben sich die Einsätze stark verändert. Neben Bränden und Wasserschäden, sind heute medizinische Notfälle und psychisch oft schwer zu verkraftende Verkehrsunfälle hinzugekommen. Monatlich 1200 Einsätze sind die Norm.
Die BIM ließ es sich nicht nehmen, dem Geburtstagskind seine Referenz zu erweisen. Das Property Management hatte sich etwas Besonderes ausgedacht und eine riesengroße Torte, die mit Motiven zum Jubiläum bestückt war, backen lassen. Wie ein kostbarer Schatz wurde die Torte zunächst an einem kühlen Ort gelagert und erst, als alle Mitarbeiter der Wache dienstfrei hatten, angeschnitten.
be
Die BIM misst: Ohne Zollstock und Meßlatte

- Aufgemessene Außenansicht vom Objekt Cyclopstr. 1-7
Eine unverzichtbare Arbeitsgrundlage für die BIM besteht in der Erfassung der Flächendaten der von ihr bewirtschafteten Gebäude. Um ein derart umfangreiches Projekt realisieren zu können, hat die BIM ein „Pflichtenheft für die Bauwerks-Dokumentation“ entwickelt. Die Dokumentation setzt sich aus den Teilen grafische und alphanumerische Bauwerksdokumentation und dem Bauwerksaufmaß zusammen und „spiegelt die Anforderungen und Bedürfnisse der einzelnen Bereiche für die tägliche Arbeit wider“, erklärt Anorte Paulin, Teamleiterin des Datenmanagements.
Ermittelt wird nicht nur der Grundriss eines Raumes, sondern auch wie er genutzt wird, wie viele Arbeitsplätze, Lampen, Türen, Fenster oder Flure vorhanden sind. Sogar die Beschaffenheit des Bodenbelages wird festgehalten. Sind Außenanlagen zu vermessen, müssen Grundstücksgrenzen ebenso einbezogen werden wie feste Einbauten. Dazu zählen z.B. auch Mauern, Schranken und Tore. Feuerwehrzufahrten, Parkflächen, Sportanlagen, Gehwege oder freistehende Bäume gehören ebenfalls in die Dokumentation.
Dieses große Aufgabengebiet wird an versierte und mit neuester Technik ausgestattete Dienstleister vergeben. Nur zwei Auftragnehmer waren nötig, um alle Gebäude von Polizei und Feuerwehr mit einer Bruttogeschoßfläche von ca. 1 Mio. m² innerhalb eines Jahres aufzunehmen. Distometer, das Messgerät für die Distanz kleiner Strecken und Tachymeter für große Entfernungen – man könnte sie als digitale Zollstöcke bezeichnen – leiten über Laserstrahlen schnell und exakt die Ergebnisse an ein CAD-Programm (Computer Aided Design) weiter. Das CAFM-Programm (Computer Aided Fascility Management) der BIM ermöglicht dem Bereich Daten- und Systemmanagment, der den Prozess lenkt und leitet, die Bereitstellung dieser Daten für die Fachabteilungen.
„Dass die BIM vom Land Berlin den Auftrag erhalten hat, für alle landeseigenen Immobilien das Flächenaufmass und die Datenerfassung vorzunehmen, ist als große Anerkennung zu werten“, freut sich Sven Lemiss. „Sowohl unser Pflichtenheft als auch die CAFM-Software sind nun als Berliner Standard eingeführt.“ Das zur Zeit laufende 10. Mio m² Aufmassprojekt soll 2010 abgeschlossen sein. Bei dieser Größenordnung verbietet sich schon allein der Gedanke an einen herkömmlichen Zollstock.
be
Keine Chance für Energiefresser

„Kleine Maßnahmen können in der Betriebskostenabrechnung oft viel bewirken“, sagt Cornelia Fetzer, die bei der BIM für das Energiemanagement zuständig ist. Sie und ihr Team suchen systematisch die „Energiefresser“ bei den Gebäuden des Landes Berlin, um sie in den Griff zu bekommen. Dazu zählen nicht nur kostenintensive Maßnahmen wie die Isolierung von Wänden oder der Einbau von neuen Fenstern. Bereits kleine organisatorische Maßnahmen und geringe Investitionen können viel Strom sparen. So macht sich auch die Optimierung der Heizkurve, die Anpassung der Heizgrenztemperatur und die Beschaffung von Powersavern in den Kennzahlen des Energieausweises für ein Gebäude bemerkbar.
Die neue Energieeinsparverordnung 2007 (EnEV) schreibt vor, dass ab dem 1. Juli 2009 für bestehende Gewerbegebäude Energieausweise auszustellen sind. Cornelia Fetzer und ihr Team kümmern sich darum, dass alle 370 Gebäude im Bestand der BIM mit mehr als 1.000 m² Nutzfläche ein solches Dokument erhalten. „Zunächst führten wir im Herbst 2007 zusammen mit einem unabhängigen Ingenieurbüro ein Pilotprojekt an einigen ausgewählten Häusern durch“, erklärt die Teamleiterin das Vorgehen. Bereits im November 2007 erfolgte die Ausschreibung, im Januar 2008 erteilte die BIM den kompletten Auftrag.
Dabei entschied sich die Gesellschaft für die Fertigung von bedarfsorientierten Ausweisen. „Diese berücksichtigen nicht nur, wie viel Energie die Nutzer in der Vergangenheit verbraucht haben“, erklärt Cornelia Fetzer, „sondern liefern ingenieurtechnische Auswertungen über den energetischen Gesamtzustand des Gebäudes.“ Die Energieausweise geben bereits Anhaltspunkte dazu, an welcher Stelle gespart werden kann. Darüber hinaus wird der beauftragte Energie-Dienstleister für jedes Gebäude einen eigenen Energieberatungsbericht ausarbeiten. Dieser enthält ganz konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz.
„Wenn wir nach und nach die Maßnahmen umsetzen, können wir damit künftig die CO²-Emissionen für das gesamte Portfolio verringern und die Betriebskosten für unsere Mieter reduzieren“ meint Cornelia Fetzer. Maßnahmen, die viel bewirken können.
cb
Am Sonntag gehen wir ins Gericht...

- Eingangshalle Littenstraße
Die BIM beteiligt sich am Sonntag, dem 14. September 2008 am Tag des offenen Denkmals und lädt zu einem Rundgang durch das Amts- und Landgericht I in Berlin-Mitte ein.
Wo im 17. Jahrhundert eine Wallanlage die Grenze zwischen Cölln und Berlin markierte, befindet sich seit 1905 ein imponierendes Gerichtsgebäude. Nach dem Vorentwurf von Regierungs- und Baurat Thoemer gestaltete Landesbauinspektor Otto Schmalz einen dem süddeutschen Barock zugeschriebenen Bau. Er erhielt eine einzigartige Doppelfassade für das Landgericht in der Gruner- und das Amtsgericht in der Neuen Friedrichstraße, der heutigen Littenstraße.
Auch wenn der 2. Weltkrieg seinen Tribut forderte und Teile des Landgerichts in der Grunerstraße 1968 einem Autotunnel weichen mussten, so ist doch noch viel von der alten Pracht des Justizpalastes geblieben. Allein, wer die Halle in der Littenstraße betritt, ist auf den ersten Blick von ihren Ausmaßen und Farben beeindruckt. Der zweite Blick gilt der Zwillingswendeltreppe, die wie ein Wasserfall wirkt. Ihr reizvolles Rokoko-Geländer entstammt einem Ursprungsbau und rundet den überraschenden Eindruck ab. Wer Zeit und Lust hat, kann sich gerne einer Führung durch das Haus anschließen.
Amtsgericht I und Landgericht I
Littenstraße 12-17
Berlin-Mitte
U-, S-Bhf. Alexanderplatz, Jannowitzbrücke, Bus 148
Veranstalter: BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
Kontakt: 90166-1484; www.bim-berlin.de
Sonntag, 14. September 2008
Öffnungszeit: 10.00-16.00 Uhr
Führungen: stündlich von 11.00 bis 15.00 Uhr,
Treffpunkt: Foyer
Zusätzliches Angebot: Kaffee und Kuchen
be
Redaktionsteam:
Katja Potzies (kp), Kristina Behnke (be), Christina Böttche (cb)



